Bewegung hilft dem Körper… und dem Geist!

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Unsere Evolution steckt uns nach wie vor tief in Fleisch und Blut. Daher werden auch regelmäßig Untersuchungen veröffentlicht, welche sich um die Wurzeln unserer afrikanischen Entwicklung drehen.

Menschen haben heute zu viel Hunger nach kalorienreicher Kost, da diese in Afrika nicht im Überfluss zu finden war und somit eine umso wertvollere Nahrungsquelle darstellte. Männer wollen viele Frauen, da das evolutionäre Programm nach maximaler Verbreitung des Erbgutes ruft und dass Menschen von Natur aus gute Dauerläufer sein sollten war auch bekannt, da wir uns als Hetzjäger in den Ebenen Afrikas entwickelt haben. Doch neuere Studien deuten nun darauf hin, dass nicht nur unser Körper nach physischer Beschäftigung giert, sondern dass auch unser Gehirn auf einen aktiven Körper angewiesen ist.

Mens sana in corpore sano

„Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ ist nicht länger nur ein Spruch, sondern Bestätigung moderner Forschung. Diese Erkenntnis ist aber nicht nur für sich selbst genommen interessant, sondern hat große Implikationen für Erkrankungen geistiger Natur. Schließlich ging es, wenn es um Sport ging, um das Abwehren von Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Dickleibigkeit und Diabetes mellitus Typ2.

Nun geht es auch noch um Erkrankungen wie Alzheimer, Hyperaktivität, Depressionen, Konzentrationsstörungen und Stressanfälligkeit. Nun raten Forscher körperliche Übungen in das medizinische Repertoire der Heilmethoden mit aufzunehmen, wenn es um unseren Kopf geht. Zahlreiche Studien unterstützen diesen neuen Ansatz.

So hat der Neurowissenschaftler Hans-Georg Kuhn auf die Gesundheitsdatenbank von mehr als eine Millionen Männer zugegriffen, die aufgrund ihrer Musterung medizinisch erfasst worden sind.

Das Ergebnis war eindeutig: Fitte Männer schnitten in den ausgewählten Intelligenztests besser ab.

Wie kann das sein?

Forscher haben anhand von Studien an Tieren festgestellt, dass Muskelzellen bei Beanspruchung ein Protein in die Blutbahn abgeben, welches den passenden Namen „Ausdauerfaktor“ bekommen hat.

Dieses Protein regt überraschenderweise die Neurogenese an, das heißt es regt die Neubildung von Nervenzellen an und zwar im Hippocampus, jene Hirnregion, welche entscheidend für die Überführung von Gedächtnisinhalten vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis ist. Auch das nach körperlichem Training verstärkt produzierte Hormon „PGC-1a1“ wirkt sich positiv auf unser Gehirn aus und zwar als Schutzmittel gegen Stress. So wissen wir heute, dass Bewegung gegen Depression und Burn-Out helfen kann.

Dies könnte mitunter erklären weshalb Hunde aus Depressionen helfen.

Nicht nur, dass die emotionale Nähe eines vierbeinigen Freundes aus einer emotionalen Isolation helfen kann, sondern die gemeinsame Bewegung selbst ist Medizin für das Gehirn.

So berichten auch viele Menschen, die eine Depression überwunden haben, dass sie dafür dankbar sind, dass ihr Hund seinen Spaziergang einfordert, unabhängig davon wie man sich fühlt.

Diese tägliche Routine kann einen nicht nur aus einem emotionalen Tal holen, sie kann auch dafür sorgen, dass man auf der Höhe bleibt. So wurde in einer Studie 60 älteren Menschen aufgetragen täglich 40 Minuten flott zu spazieren und dies ein ganzes Jahr lang. Das Ergebnis war erstaunlich: Das Volumen des Hippocampus war im Schnitt um zwei Prozent größer als zuvor.

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Diese Vergrößerung kommt einer Verjüngung gleich, schließlich baut der Hippocampus normalerweise im Laufe des Alterungsprozess stetig an Volumen ab. Das heißt im Konkreten, dass jedes Jahr ein bis zwei Prozent verschwinden. Und bis jetzt nahm man an, dass dieser Trend unaufhaltsam sei. Die Hirnrinde, der sogenannte Cortex, ist selbst auch von diesem Prozess betroffen. Dies hat gravierende Auswirkungen, da der Cortex aufgrund seiner vielen Lappungen verschiedene wichtige Aufgabenbereiche wie Motorik, Gedächtnis, Planung, Persönlichkeit, Emotionalität und Auswertung von Sinneseindrücken übernimmt.

Nun haben Forscher aufgrund von Untersuchungen an Einwohner von Industriestaaten festgestellt, dass die so wichtige Hirnrinde zwischen dem 30. Und 90. Lebensjahr um ungefähr 15 Prozent schrumpft.

Auf diese besorgniserregende Erkenntnis können wir nun all mit etwas mehr Bewegung reagieren.

Wenn man nun noch den demographischen Wandel, also die Überalterung unserer Gesellschaft mit einbezieht wird einem bewusst wie wichtig Maßnahmen gegen den geistigen Abbau sind.

Daher wird die Zukunft bestimmt noch einige faszinierende Kenntnisse, was den Erhalt eines gesunden Geistes anbelangt, mitsichbringen.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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