Die Macht der Gewohnheit und wie sie uns daran hindert, Entscheidungen zu treffen

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Jeder von uns hat irgendwelche Dinge, die er immer gleich macht. Gewohnheiten nennt man das. Morgens nach dem Aufstehen geht der erste Weg ins Bad. Toilette, Dusche, Anziehen. Der zweite Weg geht in die Küche. Kaffee, Frühstück. Der dritte Weg Richtung Haustür. Schuhe an, Mantel an. Abfahrt.

Wenn Gewohnheiten zu Zwängen werden

Doch manche Gewohnheiten wachsen über sich selbst hinaus. Sie werden zu Ritualen, zu Macken. Und nicht selten zu Zwängen. „Ich muss das immer so machen, damit ich mich wohlfühle und entspannt bin“ oder „Das muss so sein und nicht anders, sonst krieg ich die Krise“ sagen Menschen, wenn sie über ihre Macken reden.

Es gibt Menschen, die jeden Abend vor dem Schlafen gehen noch einen Schluck Wasser trinken müssen, weil sie Angst haben, ansonsten in der Nacht zu vertrocknen.

Eine Bekannte erzählte mir, dass ihre Zahnpastatube (sie benutzt seit 22 Jahren Blend-a-Med) immer an exakt der gleichen Stelle auf der Ablage über dem Waschbecken steht. Mit dem Schriftzug nach vorne. Würde sie morgens eine andere Situation vorfinden, so sei ihr ganzer Tag gelaufen.

Doch wer eine Sache auf eine bestimmte Art und Weise tun muss, damit es ihm gut geht, hat der Sache die Macht über sich selbst gegeben. Plötzlich hat Sie Ihre Kaffeetasse, die immer links neben dem PC-Bildschirm stehen muss, damit Sie konzentriert arbeiten können, in der Hand.

Oder Ihre Socken. Wenn sie nur gut gelaunt aus dem Haus gehen könne, wenn sie zuerst Ihre rechte Socke und dann die linke anziehen, können Sie nicht einfach sagen „Heute habe ich zuerst die linke Socke in der Hand, also ziehe ich diese zuerst an.“ Ein Stück schwarzer Baumwollstoff bestimmt nun über ihre Tageslaune.

Ohne, dass Sie es bemerken, sind Sie nicht mehr frei.

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Macht macht unfrei

Es gibt viele Dinge, die Macht über uns haben können. Auch Ernährung und andere Konsummittel können uns beherrschen. Die täglichen drei Tassen Kaffee, ohne die wir – so glauben wir zumindest – nicht arbeiten können. Die Süßigkeiten am Abend vor dem Fernseher, ohne die wir nicht

einschlafen können. Das Feierabendbier. Die Zigaretten.

Gewohnheiten durchbrechen, um Veränderungen eine Chance zu geben

Wer sich oder sein Leben verändern möchte, muss sich zunächst von dem Gedanken befreien, dass er bzw. sie und alles um ihn herum nur so funktioniert, wie es bisher war. Durchbrechen Sie Gewohnheiten, holen Sie sich Ihre Macht zurück und bestimmen Sie selbst, was gut für Sie ist und was Sie brauchen, um glücklich zu sein.

Entscheiden Sie sich dafür. Und zwar jetzt.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei Ihren Entscheidungen.

Ihr Peter Nickel

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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One Response

  1. […] Veränderungen neigen dazu uns Angst zu machen, schließlich repräsentieren sie das Ungewisse. Wir wissen über unsere gegenwärtige Situation Bescheid und können sie somit einordnen. Wenn wir im Rahmen der Bestandsaufnahme unsere derzeitige Situation analysieren, sie in eine Box mit dem Etikett „Schlimm! Schlimm!“ packen, dann wissen wir immerhin was in der Box zu finden ist. Während die Veränderung eine Box mit einem Fragezeichen ist. Man kann mutmaßen was sich in ihr befindet, aber wir werden es letzten Endes erst wissen, wenn wir sie öffnen. […]