Liebe zum Detail – mit Ferrari Ulrich Frankfurt

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Rot ist die Farbe der Liebe. Bei Ferrari Ulrich in Frankfurt wird diese Liebe bis ins Detail gelebt. Nicht von ungefähr wurde dem Unternehmen der Titel „Bester Ferrari-Händler des Jahres 2011“ verliehen. In dem Autohaus in der Schmidtstraße 51 treffe ich Herrn Ulrich Senior zu einem interessanten Gespräch über Erfolg, Kundennähe, Positionierung und Entscheiderqualitäten.

Herr Ulrich ist ein Automobilurgestein von höchstem Niveau. In Anzug und Krawatte sitzt er auch im stolzen Alter von 80 Jahren an seinem Schreibtisch. Er zeigt mir das diesjährige Weihnachtsgeschenk für die Kunden. Es gefällt mir – mehr darf ich an dieser Stelle nicht sagen.

Bereits bei Betreten des Unternehmens stelle ich fest: Die Liebe zum Detail, die der italienische Sportwagenhersteller lebt, hat es im roten Flitzer über die Alpen bis nach Frankfurt geschafft. „Und das ist es, was wirklich zählt“, so der Gründer des Autohauses, Klaus Ulrich. „Ferrari ist kein Auto, es ist eine Passion. Und diese Leidenschaft, diese Liebe, will auch im Tagesgeschäft ausgelebt werden. Eine Top Dienstleistung ist das A und O. Nur so können wir den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden.“

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Mit dem Jubilar spreche ich auch über meine langjährigen Porscheerfahrungen, eine Diskussion unter Liebhabern. Dieses Gespräch habe ich bereits vor über fünf Jahren mit ihm geführt. Wieder sagt er „Wenn Sie sich einmal in einen Ferrari setzen, werden Sie nicht wieder zu Porsche zurückgehen“. Und wieder sage ich, dass ich das nicht glaube. Wir kommen darauf, wie schwierig es aktuell ist – auch dank VW – sich am Markt zu positionieren. Und dann bietet er mir ganz unerwartet ein Fahrzeug an „Sie fahren den California für drei Tage und machen dann einen Testbericht“. Ich nehme das Angebot an und denke ‚Eine spontane, aber klare und selbstbewusste Entscheidung.‘

Das Gespräch wird nun persönlicher und wir kommen zu meinem Thema – Entscheidungen. Was Herr Ulrich über Entscheidungen zu sagen hat, wie er Entscheidungen trifft und was die Entscheidung seines Lebens war, ist so spannend, überraschend und großartig, dass ich noch Tage danach begeistert davon erzähle.

Auf meine erste Frage, wie er Entscheidungen trifft, sagt er ganz selbstbewusst „Aus dem Bauch“. Ich bin überrascht. Das klingt eher nach Willkür als strategischem Vorgehen, wie man es bei einem Manager erwartet. Doch was nach kopflosem Handeln klingt, hat eine Basis. „Ich entscheide spontan, doch ich habe meine Prinzipien, nach denen ich handle“, fügt er hinzu. Eine gute Kombination, das Ergebnis lässt sich durchaus sehen.

Besonders spannend wird es, als ich ihn frage, ob er mir auch gerne von der wichtigsten Entscheidung seines Lebens erzählen möchte. Er fängt an zu strahlen. Was wird ein Mann wie Klaus Ulrich, der auf 80 Jahre Leben, Erfahrungen, Freud und vielleicht auch Leid zurückschauen kann, antworten? „Die größte Entscheidung“, fängt er an „war es, meine Frau zu heiraten“ und kommt dabei ins Schwärmen „Sie hatte so schöne rote Haare…“ Wenn ich mit etwas nicht gerechnet habe, dann mit einer solchen Antwort. Ich bin überrascht – im positiven Sinne. Ein 80-jähriger Top-Unternehmer schaut auf sein Leben zurück und das Wichtigste für ihn ist seine Frau. Ich denke an Goethes Aussage „Es ist die Liebe, die die Welt im Innersten zusammenhält“ und bin ein wenig gerührt. Und später am Abend sehe ich das Bild an meiner Wand, das da schon ewig hängt und auf dem steht „Die Liebe setzt in Bewegung, ein Leben lang“. Interessant, welche Parallelen sich auftun können, wenn das Gespräch persönlicher wird.

„Herr Ulrich, geben Sie uns doch bitte noch Ihren Entscheidertipp der Woche“, sage ich zum Abschluss des Gesprächs. Ulrich lehnt sich zurück und denkt nach. Nach kurzer Zeit antwortet er in seiner ruhigen, bedachten Art „Wenn man eine gute Entscheidung treffen möchte, muss man richtig in der Sache drin sein. Detailliertes Wissen ist die Basis, um klar entscheiden zu können.“

Als er mich zum Ausgang begleitet, steuert er im Showroom auf einen schwarzen Wagen mit offenem Verdeck zu. „Das hier, das ist er, der California. Den dürfen Sie dann drei Tage lang fahren.“ Ich mache eine Sitzprobe in dem an Ästhetik und sportlicher Eleganz kaum zu übertreffenden Wagen und kann verstehen, warum man sich für einen Ferrari entscheidet.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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Eine Antwort

  1. Gerhard Reheusser
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    Ich als Ferrari Fan verstehe den Unterschied zwischen Beruf und Berufung sehr gut. Konfuzius sagte schon: “Liebe was Du tust und Du wirst nie wieder arbeiten.” Danke Peter für den kurzen aber aussagekräftigen Bericht.