Entscheidertipp der Woche mit Jim Walker

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Der Schauspieler Jim Walker ist vielseitig in der Filmindustrie involviert, so arbeitete er bereits zusammen mit Hollywood-Größe Roland Emmerich am Film „Two Kings and a scribe“, weiterhin drehte er die Dokumentation „In the Wake of Madness“ und schrieb das Drehbuch zu „Oasis Hill“. Nachdem er 2009 Martz&Walker gründete, teilt er heute seine Erfahrung, die er in der Film- und Medienbranche sammeln konnte, mit einem interessierten Publikum.

Peter Nickel: Was sagst du zu dem Thema Entscheidungen?

Jim Walker: Du musst an die verschiedenen Auswirkungen der jeweiligen Entscheidung denken.

Es ist wie die Kunst des Krieges, es ist wie Schach. Ich achte darauf was aufgrund einer Entscheidung passieren könnte – dies könnte passieren oder jenes könnte passieren. Beim Betrachten von einem „könnte passieren“-Szenario wird mir klar was die Auswirkungen der jeweiligen Entscheidung sind. Dies gibt mir dann die Macht eine Entscheidung zu treffen. Dies heißt nicht, dass alle Dinge gut sein müssen, es gibt auch negative Elemente, aber wenigstens bin ich darauf vorbereitet was meine Entscheidung kosten kann und dann werde ich immer mit meiner Entscheidung zufrieden sein. Man muss an die Konsequenzen einer Entscheidung denken. Das musste ich lernen, denn früher war ich impulsiv und häufig habe ich es bereut. Ich war mir nicht der Auswirkungen bewusst.

Peter Nickel: Die nächste Frage ist, gibt es eine persönliche Entscheidung in deinem Leben von der du uns erzählen magst?

Jim Walker

Jim Walker: Ich war kurz davor als Fußballer für Kanada spielen zu dürfen. Ich war der Mannschaftskapitän und alle meine Freunde mit denen ich gespielt habe, wurden professionelle Fußballspieler. Sie spielten für Kanada oder Amerika, sie spielten gegen Schottland und Deutschland in der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Als ich 17 und halb Jahre alt war entschied ich mich mit meinen Rock ’n‘ Roll-Freunden wegzugehen und ich ließ drei meiner Fußballfreunde zurück. Ich entschied mich, dass ich mich mit meinen anderen Freunden richtig betrinken werde, dann fiel ich und renkte mir mein Schlüsselbein aus. Dann hatte ich vier Wochen lang Physiotherapie und am Tag des Spieles wurde ich nochmal untersucht und meine Schulter war noch immer kaputt. Deswegen wurde ich in die Umkleidekabine zitiert und dort wurde mir vor allen anderen mein Rang als Kapitän genommen. – Ich spielte für die nächsten sieben Jahre keinen Fußball mehr. Es veränderte mein Leben. Ich hätte ein professioneller Fußballer werden können. Ich hätte stolz auf dem Feld stehen können. Ich hätte Kanada, mit einem stolzen Vater im Publikum, repräsentieren können. Aber ich habe es versaut. Und das ist was ich mit meiner ersten Antwort meinte. In diesem Alter hatte ich keine Ahnung, welche Auswirkung mit meinen Rock ’n‘ Roll-Freunden wegzugehen auf mein Leben haben könnte. Und ich muss gestehen, dass ich es bis heute noch nicht verarbeitet habe.

Peter Nickel: Haben sie noch einen Entscheidertipp für unsere Leser?

Jim Walker: Hört damit auf nach Erlaubnis für Dinge zu fragen von denen Ihr bereits wisst, wie man sie macht. Ihr könnt euch entweder dumm verhalten oder mutig sein. Ich sage es ist besser mutig zu sein. Jeder mag den Helden.

Peter Nickel: Vielen Dank. Es war eine sehr interessante Geschichte. Ich kannte den Teil mit dem Fußball noch nicht. Du hast da viel über dich selbst gelernt.

Jim Walker: Es kostete mich zehn Jahre meines Lebens, ich trank deswegen Alkohol und nahm Drogen. Mit 26 habe ich dann aufgehört Alkohol zu trinken und Drogen zu nehmen. Diese zehn Jahre waren schrecklich, ich lernte zwar fiel, aber wenn Aladdins Dschinni zu mir sagen würde: „Was wünschst du dir?“ dann würde ich entgegnen: „Ich will meine Freunde treffen, ich will die Fußballspieler treffen.“ Weil dies wirklich ein ausschlaggebender Moment war, der mich in eine zehnjährige Hölle geschickt hat.

Peter Nickel: Vielen Dank für diesen privaten Einblick.

 

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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