Warum uns das Entscheiden so schwer fällt

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Nie zuvor war das Thema Entscheidungen brisanter als in unserer modernen Zivilisationsgesellschaft. Jeder hat schon mal von Reizüberflutung und Entscheidungsunwillen gehört oder es schon selbst erlebt. Doch was sind die Hürden, die uns davon abhalten unsere Neujahrvorsätze zu erfüllen?

Entscheidungen sind elementar für unser Leben.

Diese Tatsache führen wir uns besonders zum Jahreswechsel vor Augen. Schließlich sind gute Jahresvorsätze genauso ein Teil unserer Silvesterkultur wie Wunderkerzen und Sekt. Im Rahmen dieses Brauchs blicken wir zurück auf unser Leben und dies meist mit einer guten Portion Skepsis für das eigene Handeln und den damit zusammenhängenden Entscheidungen.

Das ist die Basis für unsere guten Vorsätze. Im vergangenen Jahr hat man sich entschieden ein Päckchen Zigaretten zu kaufen und das meist nicht nur ein Mal. Nun klassifizieren wie diese Gewohnheit als schlecht und entscheiden uns bewusst dagegen, wir wollen ein besserer Mensch werden. Für diesen häufig kurzen Moment der Reflektion gestehen wir uns ein wie groß die täglichen Entscheidungen für unser Selbstbild sind.

Doch obwohl der Lohn für geänderte Entscheidungen ein äußerst großer ist, nämlich das Leben zu führen, das man sich wünscht, sich seinem Ideal zu nähern, sprich ein nach seinen Maßstäben besserer Mensch zu werden, scheitert man schnell daran diese Vorstellungen praktisch in den Alltag zu übertragen.

Unser Gehirn entwickelte sich nicht in einer mobilen bunten Reklamewelt.

Doch was sind es für Hürden, die einen resignieren lassen?

Entscheidungen zu treffen sind das eine Problem und diese dann im Alltag zu implementieren ist das Nächste. In einer sehr reizüberfluteten Umwelt ist es schwer den Fokus zu behalten. Wenn man bedenkt, dass wir uns in einer verhältnismäßig reizarmen Umwelt entwickelt haben, in der uns die Lebensumstände viele Entscheidungen abgenommen haben, ist es nachvollziehbar, dass wir das Gefühl haben den Möglichkeiten der modernen mobilen Zivilisationswelt nicht gerecht zu werden. Der Mensch entwickelte sich in den Ebenen Afrikas, wo die Nahrungsressourcen begrenzt waren und somit die Aufgaben überschaubar blieben. Man hatte Hunger, also zog man mit der eigenen Sippe raus, um Huftiere zu jagen, während die Frauen sich um den Nachwuchs kümmerten und essbare Pflanzen sammelten. Die klassische Jäger und Sammlerkultur ist eine Kultur in der die Umstände nicht ein hohes Maß an Entscheidungen erlauben. Heute hingegen scheint jeder Schritt eine Entscheidung zu erfordern. Was soll man essen? Hat man sich für ein Gericht entschieden, steht man vor der Wahl welchen Supermarkt man aufsucht und für welche Marke man sich entscheidet – eine Verpackung ist ansprechender als die andere, bedruckt mit lauter Versprechen.


Auch die Partnerwahl scheint viele zu überfordern, schließlich trifft man aufgrund der heutigen Mobilität auf so viele potentielle Partner, so dass man stets das Gefühl haben muss, um die Ecke könnte der nächste Traumpartner warten. Hinzu kommen noch die Medien, die ein Feuerwerk an Reizen auf unser Gehirn einprasseln lassen, die unsere Standards bezüglich dessen was wir für gut empfinden immer höher schrauben.

Wie soll man sich da entscheiden? Verschiebt man wegen der Fülle der Möglichkeiten seine Entscheidungen oder versucht sie ganz zu vermeiden, dann werden Depressionen immer wahrscheinlicher.

Schnell kann man das Gefühl bekommen unter der Fülle der angestauten Entscheidungen zu ersticken oder man erlangt das Gefühl, dass alle anderen Menschen voll zu schlagen, sich mit voller Kraft für die Wonne des Lebens entscheiden. Freunde bewerben ihre glückliches Leben auf Facebook und schnell ist die Illusion da, dass alle anderen die richtigen Entscheidungen treffen, während man selbst stagniert, sich nicht so recht entscheiden kann.

Und hat man sich erst entschieden, dann bedarf es Willensstärke zu manchen Entscheidungen zu stehen. Woher bringt man diese Kraft auf und ist es richtig investierte Energie? Auf diese Entscheidungsfindungsprobleme gibt es Lösungen, die ganz praktisch anwendbar sind. Man kann sich Techniken aneignen, die einen helfen Entscheidungen zu sortieren und somit kann man Ängste vor Entscheidungen abbauen. Jeder Mensch hat das Potenzial seine Entscheidungskräfte zu entfalten. Mit genau dieser Thematik setzte ich mich auf meiner CD „Aktiviere deine Entscheidungskraft“ auseinander und biete ganz praktische und lebensnahe Tipps an, die auf moderner Neurowissenschaft basiert. Man muss sich im Klaren sein, dass es Gedanken sind, die wir umformulieren müssen, um unser Verhalten letztendlich zu ändern. Nun ist die Frage von wo wir unsere neuen Formulierungen beziehen? Wo lassen wir uns inspirieren, um uns mit den passenden Gedanken durch das 21. Jahrhundert zu bewegen?

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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