Wenn Entscheidungen in’s (Körper)Gewicht fallen.

with 2 Kommentare

Das Abnehmen wird häufig auf das rein Körperliche reduziert. Doch wie stark ist unser Gehirn in diesem Prozess involviert? Und was bedeutet das für uns?

Neujahr ist noch nicht lange vorbei und schon werfen wir wieder die guten Vorsätze über Bord, ganz so als hätten sie nie existiert.

Doch woran liegt es, dass es uns auf der einen Seite so leicht fällt zu benennen, was wir uns an Veränderung wünschen, doch auf der anderen Seite so damit kämpfen diesen Drang nach positivem Wechsel in die Tat umzusetzen?

Jeder kennt die klassische Liste an Wünschen, die wir uns, zum Übergang in das neue Jahr mit dem Glas Sekt in der Hand, zu verwirklichen vornehmen: Weniger Trinken, sich mehr auf Familie und Freunde konzentrieren, mehr Reisen unternehmen, weniger fernsehen, ehrlicher sein …

Ein Wunsch ist allerdings besonders häufig in der Liste zu finden. Unnötige Pfunde loswerden.

Das Verlieren von Gewicht scheint ein überschaubares Ziel zu sein, schließlich hat es jeder einzelne in der Hand wann und wie viel er isst. Auch die Methoden scheinen trotz der Variationsmöglichkeiten im Kern doch ziemlich eindeutig zu sein. Bewusster Essen und mehr Bewegung.

Und trotz dessen bleibt der Verlust von Gewicht für viele ein unerreichbares Ziel.

Das Problem liegt wie bei so vielem in unserem Kopf. So weist die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) darauf hin, dass der Erfolg einer Diät mit der Struktur von Hirnregionen wie dem Belohnungszentrum  zusammenhängt.

road-919034_1280

Ist dies nun das Ende der aktiven Diät, da wir Sklaven unserer Hirnwindungen sind?

Nein, denn in unserem Kopf sitzt auch die Lösung. Schließlich hat die Forschung auf dem Gebiet der neuronalen Plastizität gezeigt, dass die Verknüpfung von Neuronen ein dynamischer Prozess ist und zwar wird dieser nicht nur durch äußere Umwelteinflüsse und Gene gesteuert, sondern auch der Gebrauch unseres Gehirns sorgt für Neuverschaltungen.

Und was sorgt für den entsprechenden Gebrauch?  – Wir selbst! Genauer gesagt, sind es unsere Gedanken, die Impulse durch die neuronalen Verflechtungen schicken und somit dafür sorgen, welche Verzweigung mehr genutzt wird und welcher Bereich verkümmern darf.

Daher sollten wir uns nicht nur für ein Ziel entscheiden, sondern wir sollten uns auch für die entsprechenden Gedanken entscheiden.

Je häufiger wir dafür sorgen, dass Glückshormone ausgeschüttet werden, wenn man sich zum Beispiel zum Sport begibt, desto leichter wird es uns Fallen auch Sport zu treiben.

Auf keinen Fall sollten wir einem gesetzten Ziel negativ gegenüberstehen – „blöder Sport, danach darf ich mich immerhin mit einer Schwarzwälder Kirschtorte belohnen“ ist ein fataler Gedanke.

Nun verfestigen wir in unserem Gehirn die Verbindung von Sport zum Negativen und von Kalorienbomben zum Positiven!

Eine Entscheidung zu fällen ist der erste Schritt, sie aber im Alltag durchzusetzen, ist der zweite Schritt und ohne das richtige mentale Rüstzeug lässt sich Schritt zwei nur schwer verwirklichen.

Daher trainiert mit den richtigen Gedanken eure neuronalen Bahnen, damit ihr euern Körper trainieren könnt.

Peter Nickel
Verfolgen Peter Nickel:

Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
Letzte Einträge von

2 Responses

  1. […] Vielleicht sind wir auch nicht einmal soweit gekommen und stehen noch ganz am Anfang unserer Entscheidung. […]

  2. […] und uns dabei die Entscheidungskraft rauben. Wenn wir erst mal anfangen negative Gefühle mit Entscheidungen zu verbinden, dann werden wir unterbewusst anfangen, Entscheidungen zu meiden, um uns der negativen […]