Wauzis Entscheidungsfindung

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Um das Thema Entscheidungsfindung zu vereinfachen, kontrastieren wir zwei verschiedene Methoden zu entscheiden. Auf der einen Seite, die impulsive Entscheidung, – auf der anderen Seite, die rein rationale Entscheidung. Hund und Mensch – wessen Entscheidungen machen glücklicher?

Unsere Entscheidungen machen wir häufig von der daraus resultierenden Konsequenz abhängig und so erhoffen wir uns ein positives Endergebnis, – ein Ergebnis, das uns möglichst glücklich macht. Doch macht uns das viele Grübeln über einen möglichst guten Ausgang unserer Entscheidungen wirklich glücklich?

Besteht nicht die Gefahr, dass wir vor lauter Abwägerei vergessen im Hier und Jetzt zu leben? Der zu genießende Moment geht unter, da wir ständig die Informationen von dem Gestern mit dem Potenzial vom Morgen verbinden. Dabei können wir zu einem gewissen Grad Vorfreude generieren, die  aber häufig durch Zweifel ersetzt wird, da wieder neue Informationen einfließen, die unser Freudegarant für das Morgen in’s Schwanken geraten lassen.

Wir alle kennen diese innere Stimme, die uns permanent verschiedene Fallbeispiele durchexerzieren lässt. Auch bei unseren Mitmenschen erkennen wir schnell, wenn jemand verkniffen, grübelnd an uns vorbeizieht. Personalisieren wir diesen Zustand in Form eines Herrn Ulf, der gerade verkopft durch die Promenade läuft, begleitet durch Wauzi, seinen vierbeinigen besten Freund.

Wauzis Taktik den Tag auszufüllen ist eine völlig andere als die seines Herrchens. Während am einen Ende der Leine die pure Spontanität zieht, hinkt am anderen Ende das ewige Abwägen hinterher. Wenn Herr Ulf Auto fährt, schießen ihm folgende Gedanken durch den Kopf: „Hoffentlich komme ich nicht zu spät und was ist wenn doch? Wäre dies dann der soziale Tod?“

Wauzi denkt sich einfach: „Wow! Autofahren! Ich stecke meine Nase raus – Nein! Ich strecke meinen ganzen Kopf aus dem Fenster! All die Luft! Bester Tag!“

Wauzi macht einfach keine halben Sachen, sondern bringt seine gesamte Ladung an Emotionalität in das Jetzt! Für Wauzi ist Gassi gehen keine Routine, sondern ein Ereignis – ein Großereignis! Sobald er die Leine in Herrn Ulfs Hand sieht, ist für ihn Disneyland angesagt. Er rennt schwanzwedelnd quer durch das Haus, weil er gar nicht weiß wohin mit der vielen positiven Energie, ganz so als sei es sein erstes Mal.

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Doch die Emotionalität hat auch seine Schattenseite. Sieht Wauzi eine schöne Hündin, dann ist wieder sofort sein Enthusiasmus da, der sofort in eine Handlung umgesetzt werden muss.

Wauzi ist hier und die Hündin seiner Begierde ist dort. Das muss sofort geändert werden, so rennt er mit einem entscheidungswilligen Tunnelblick über die Straße und schon ist er ein Ex-Wauzi, – wäre da nicht Herr Ulf, der Grübler, der diesen Fall im Geiste schon oft durchgespielt hat und deswegen den guten Wauzi angeleint hat.

Nun was lernen wir daraus? Beide Welten sind von Nöten, um zufrieden mit seiner Entscheidungsfindung durch das Leben zu gehen. Oft ist es gesund einfach mal auf seine Glückshormone zu hören, aber bevor man dann dieser Freude Taten folgen lässt, ist es doch gesund kurz inne zu halten und nachzudenken.

Haben wir uns dann entschieden, sollten wir unsere eigene Entscheidung respektieren und nicht ewig Alternativen zu dieser Entscheidung bewerten. Wir haben den Herrn Ulf in uns nötigerweise aktiviert, doch nun ist wieder Wauzi-Zeit, in der wir uns über die Früchte unserer Entscheidungsfindung im Hier und Jetzt freuen.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.