Entscheidertipp der Woche mit Günther-von Pritzbuer

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Der Vertriebsprofi Uwe Günther-von Pritzbuer hat es geschafft sich durch seine bildgewaltigen Präsentationen einen Namen als der „Folienmacher“ zu machen. Sein Talent Informationen interessant zu vermitteln hat der Volljurist genutzt, um als Trainer Coach und Berater zu arbeiten. Dabei hat er seine Erfahrungen im Vertrieb einbringen können, um so Unternehmen zur Realisierung ihrer Vertriebs-Ziele zu verhelfen.

Peter Nickel: Was denken Sie generell zu dem Thema Entscheidungen?

Uwe Günther-von Pritzbuer: Es werden viel zu wenige Entscheidungen getroffen. Schauen Sie sich die Politik an, da wird immer geschoben, geschoben, geschoben. Schauen Sie sich viele Unternehmen an, da werden Entscheidungen vertagt und dann werden Gremien ins Leben gerufen, dann wird noch ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, dann wird es geprüft, geprüft… Das ist der Vorteil von Einzelunternehmen oder inhabergeführten Unternehmen. Da entscheidet der Chef. Nehmen Sie zum Beispiel Wolfgang Grupp von Trigema, der trifft sehr gerne und sehr schnelle Entscheidungen.

Peter Nickel: Gab es in Ihrem Leben eine Entscheidung, die Sie stark beeinflusst hat, sei es beruflich oder privat?

Uwe Günther-von Pritzbuer: Eine Familie zu gründen, als ich noch Student war. Es war eine besondere Verantwortung, als unser Sohn zur Welt kam und ich noch im Studium war. Das führte letztendlich dazu, dass ich mein Studium sehr zügig durchgezogen habe. Ich musste ja schließlich Geld verdienen.

Peter Nickel: Haben Sie zwischendrin an der Entscheidung gezweifelt?

Uwe Günther-von Pritzbuer: Nein!

Peter Nickel: Zeichnet das Ausbleiben von Zweifel eine gute Entscheidung aus?

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Uwe Günther-von Pritzbuer: Ob eine Entscheidung gut oder schlecht war, bekommen Sie meist erst im Nachhinein heraus. Es erfordert auch einen gewissen Mut ein gewisses Risiko einzugehen und das ist das Problem bei vielen Entscheidern in der Wirtschaft. Viele schieben es weg oder „darum muss sich jetzt mein Nachfolger kümmern.“ Herr Winterkorn hat zum Beispiel bei VW viele Entscheidungen getroffen und Matthias Müller muss sie jetzt ausbaden. Nehmen Sie jetzt meine Entscheidung aus dem Privaten mit meinem Sohn, da gibt es keinen Nachfolger. Man muss alleine mit den Konsequenzen auskommen.

Peter Nickel: Kann man trainieren gute Entscheidungen zu treffen?

Uwe Günther-von Pritzbuer: Sie können intuitive Fähigkeiten trainieren.

Sie können Empathie trainieren. Mit Empathie kann ich bestimmte Situationen durchfühlen und mitfühlen. Die Empathie sich in eine Situation hineinzuversetzen, ist die Grundlage für eine intuitive Entscheidung. Der Hintergrund hierbei ist die emotionale Intelligenz nach Daniel Goleman. Daniel Goleman hat ein System entwickelt, um emotionale Intelligenz zu messen und zu trainieren. Und ein Schwerpunkt der emotionalen Intelligenz ist Empathie oder auch Sozialkompetenz. Ein CEO eines großen Unternehmens braucht Empathie, um seinen Leuten schlechte Nachrichten zu vermitteln. Die Empathie hilft ihnen empfängergerecht und nicht absendergerecht zu kommunizieren und dies lässt sich sehr gut trainieren.

Peter Nickel: Haben Sie einen Entscheidertipp für unsere Leser?

Uwe Günther-von Pritzbuer: Hören Sie mehr auf ihren Bauch. Die meisten sind zu kopfgesteuert.

Das Bauchgehirn hat mehr Nervenbahnen als das Kopfgehirn, aber die wenigsten hören auf ihr Bauchgehirn. Sie versuchen alles rational zu begreifen, aber manche Sachen kann man nicht rational entscheiden, da bleibt einem nur die Intuition.

Peter Nickel: Vielen Dank für das Interview.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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