Entschieden ins Glück?

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Viele Menschen sind auf der Jagd nach dem Glück. Doch was ist Glück? Suchen wir wirklich Glück oder einfach nur Zufriedenheit?

Beim Erzeugen von Glücksmomenten müssen wir berücksichtigen, dass Glück einfach kein Dauerzustand sein kann. In der Regel ist ein Glücksmoment ein Moment, der sich von anderen Momenten besonders hervorhebt. Auch wenn wir generell zufrieden sind, gibt es immer wieder diesen Moment, den wir rückblickend als Glücksmoment vermerken – eine Hochzeit, eine bestandene Prüfung, ein besonders guter Witz unter Freunden.

Diese Momente stehen aber auch oft im Kontrast zu anderen stresslastigen Situationen von denen wir uns durch Glücksmomente befreien. Am Wochenende erleben wir die Gesellschaft von Freunden besonders intensiv, wenn wir uns während der Arbeitswoche schon darauf freuen konnten.

Dass Glück kein Dauerzustand sein kann, stellten Forscher bereits in den 50er Jahren fest, als sie Ratten Elektroden ins Gehirn verpflanzten und den Ratten so ermöglichten, dass sie sich selber durch das Bedienen eines Hebels einen kleinen Glücksimpuls verpassen konnten.

Die Ratten hatten es also selbst in der Hand, ob sie ihre Glücksregion im Kopf stimulieren. Was war die Reaktion der Nager? Sie wurden süchtig nach Glücksimpulsen und versetzten sich selbst in einen Dauerrausch und vergaßen dabei zu essen und zu trinken, was leider zu deren Tod führte.

Wir können also nicht in einem ewigen Glücksrausch existieren, doch wir können eine allgemeine Zufriedenheit generieren. Diese Zufriedenheit ist natürlich durch verschiedene Glücksmomente gespickt, an die wir uns rückblickend gerne erinnern und die uns versichern, dass wir ein gutes Leben führen.

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Man kann es trainieren diese Glücksmomente zu erkennen und zu kultivieren. Es wird geschätzt, dass ein erwachsener Mensch im Schnitt ca. 30 000 Gedanken generiert. Meist hatten wir 90 % der Gedanken schon am Tag zuvor. Die Gedanken drehen sich also im Kreis und viele von diesen Gedanken sind negativ.

Wir müssen also aus diesem Gedankensprudel von Zeit zu Zeit ausbrechen und uns bewusst auf gute Dinge konzentrieren. Es können einfache Dinge sein, wie ein Spaziergang bei dem man sich auf die Ruhe, die schöne Landschaft usw konzentriert. Glückforscher raten auch, dass man sich ein Glücktagebuch zulegen solle. Dort trägt man immer die glücklichen Momente des Tages ein, um so die Fokussierung auf das Negative im Alltag zu neutralisieren.

Schließlich sind wir darauf programmiert uns eher auf die negativen Aspekte des Lebens zu konzentrieren, da in unserer Vergangenheit ein negativer Gedanke – „vielleicht werde ich gefressen, wenn ich auf den Löwen zu gehe“ – lebensrettend sein konnte, während ein positiver Gedanke wie die Freude über ein schönen Regenbogen nicht so überlebenswichtig war.

Heute müssen wir uns allerdings nicht länger auf die negativen Punkte unseres Lebens konzentrieren und wir können unser Leben neu umgedichtet. Wer das Verhältnis von 3:1 von positiven zu negativen Gefühlen am Tag hat, gilt als allgemein glücklicher Mensch. Das sollte doch zu erreichen sein.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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