Wie wir schnelle Entscheidungen treffen

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Das Treffen von Entscheidungen kann ein mühsamer Prozess sein. Wir alle kennen die Situation, die uns eine riesige Welle an Gedanken durch den Kopf schießen lässt. Meist diskutieren wir dann mit uns selbst oder malen uns verschiedenste Konsequenzen aus, die sich aufgrund unserer Entscheidung ergeben könnten. Meist bleiben wir dann vor der Entscheidung verwurzelt stehen und kommen zu keinem Ergebnis, da uns das Gefühl plagt, dass wir nicht alle Informationen überblicken können, um eine qualifizierte Entscheidungen zu treffen. Dies kann uns lähmen und wichtige Entscheidungen bleiben liegen.

Wie können wir also schnell Entscheidungen treffen?

Häufig beziehen sich schnelle Entscheider auf ihr Bauchgefühl, wenn sie nach ihrem Entscheidungsprozess gefragt werden. Wenn wir vom Bauchgefühl sprechen, meinen wir in der Regel die Intuition, die sich regelmäßig bei uns meldet und sich so in unseren Entscheidungsprozess reindrängt. Manche halten das Einbeziehen der Intuition für unseriös, da sie ihre Entscheidung nur auf rationaler Basis, abhängig von einkommenden Daten fällen wollen. Die Wahrheit ist aber, dass wir nie alle  Informationen haben, um die perfekte Entscheidung zu treffen, so dass jede Entscheidung in der Regel mit einem gewissen Restrisiko verbunden ist. Die Intuition kompensiert allerdings nicht das Ausbleiben von Informationen mit reinen Emotionen, sondern bedient sich seinerseits einer Fülle von Informationen, die alle im Unbewussten vor sich hin schlummern. Diese Informationen sind nur teilweise im Bewussten abrufbar und sind dort auch nicht sofort zu finden. Im Intuitiven befinden sich also viele Erfahrungen und ein Füllhorn an kleinen Beobachtungen, die wir gerne in unsere Entscheidung miteinfließen lassen dürfen. Das Schöne am Intuitiven ist auch die Schnelle mit der Situationen bewertet werden. Das ist sicherlich hilfreich für schnelle Entscheidungen. Am besten ist eine Mischung aus Beidem: Sich der Informationen bewusst sein, die für die jeweilige Entscheidung relevant sind und bevor wir uns zu lange in Details verkopfen, auch mal auf das Bauchgefühl hören.

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Je kleiner die Entscheidung ist, desto eher können wir sie zum „Bauch“ outsourcen, schließlich treffen wir laut Hirnforscher Ernst Pöppel rund 20 000 Entscheidungen am Tag. Die meisten davon treffen wir unbewusst in Bruchteilen von Sekunden. Die intuitiven Entscheidungen sind also gut für schnelle und einfache Entscheidungen. Sind Themen eher komplexer Natur, dann kann die Intuition auch dienlich sein, um komplexe Themen auf ein Bauchgefühl zu vereinfachen.

Wägen sie also bei großen Entscheidungen argumentativ ab und hören Sie zwischendrin auch mal auf Ihren Bauch.

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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