Der richtige Augenblick für eine gute Entscheidung

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Entscheidungen fallen uns oftmals schwer. Schließlich werden wir mit vielen Variablen konfrontiert, aus denen sich häufig viele Wahlmöglichkeiten ergeben. Die einzelnen Möglichkeiten mögen in vielen Fällen recht unterschiedlich sein und das bereitet uns schon manchmal Kopfschmerzen. Doch ein weiterer Faktor ist das richtige Timing. Haben wir uns für eine Sache entschieden, dann kann es entscheidend sein, wann man sich ihrer annimmt. Woher wissen wir also über den richtigen Zeitpunkt Bescheid?

Wir haben uns also dafür entschieden unser Haus zu verkaufen. Wann ist also der beste Zeitpunkt für den Verkauf? Wir können den jeweiligen Markt studieren, um so den optimalen Verkaufsmoment zu ermitteln, doch gibt es immer den Faktor X, den wir nicht berücksichtigen können. Gerade, wenn wir meinen, dass die Hauspreise sich besonders zu unseren Gunsten entwickelt haben, spricht sich die Kunde herum, dass eine riesige Kläranlage in der Gegend errichtet wird und schon purzeln die Preise wieder nach unten. Oder die Marktpreise sehen gerade gut aus und wir wollen dann doch nicht länger umziehen…

Auch bei kleinen Entscheidungen gibt es den richtigen Zeitpunkt. Wir wollen im Kreise einer lustigen Runde einen Witz erzählen, doch wann? Schießen wir ihn zu früh raus, dann ist die Gruppe vielleicht noch nicht genügend aufgewärmt, um entsprechend emotional auf den Witz zu reagieren und schon konnte der Witz nie sein wahres Potential entfalten. Warten wir zu lange, sind die Leute vielleicht schon von vorhergehenden Witzen ermüdet und schon wieder wird ein Witz zu Grabe getragen.

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Um sich für den richtigen Zeitpunkt zu entscheiden, gibt es verschiedene Taktiken. In fernöstlichen Traditionen wird geraten sich von seinem Verstand zu lösen, um eine Entscheidung aus einer energetisch günstigen Position zu fällen. Diese positiv günstige Energie gewährleistet eine gute Entscheidung mit allem was dazu gehört, eben auch dem richtigen Timing.

Eher westlich orientierte Menschen berufen sich auf die intuitiven Fähigkeiten des Gehirns, um den richtigen Zeitpunkt für eine gute Entscheidung abzupassen. Schließlich kann sich der bewusst rationale Bereich des Gehirnes, also Bereiche der Großhirnrinde, vielfältiger Daten bedienen und wir entscheiden uns dann auch je nach Entscheidungstaktik mal bewusster oder unbewusster für oder gegen etwas, aber gerade bei schnellen Entscheidungen ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit den richtigen Augenblick mithilfe der trägen Großhirnrinde abzupassen. Denn wenn wir uns nach Abwägen der eintreffenden Daten, dann dazu entscheiden, dass der richtige Augenblick gekommen ist, ist es häufig schon wieder zu spät. Um den richtigen Augenblick bei schnellen Entscheidungen abzupassen, braucht es die berühmte Spontanität. Diese Spontanität kommt nicht von nirgendwo, sondern ist ein Resultat von Verknüpfungen in Bereichen des Gehirnes, die das Unterbewusste steuern. Im Kleinhirn mit Hilfe von Basalganglien werden automatisierte Handlungsabläufe abgespeichert, im Bereich des limbischen Systems werden emotionale Verknüpfungen zu Handlungen und Ereignissen festgelegt, die uns zu schnellen Entscheidungen animieren. Langfristig müssen wir also lernen uns mit dem intuitiven Bereich unseres Gehirns gut zu stellen, um schnelle Entscheidungen zu treffen und so den richtigen Zeitpunkt für eine gute Entscheidung zu finden. Also lasst uns häufiger auf unser limbisches System, unseren Bauch oder unser Herz hören.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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