Entscheiden wir uns mit Hilfe unserer Emotionen für ein gutes Gedächtnis

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Um gute Entscheidungen zu treffen, ist häufig ein gutes Bauchgefühl wichtig. Unsere Intuition und unsere Gefühle spielen oft eine Rolle, um komplizierte Vorgänge für eine Entscheidung zu verkürzen. Für eine gute Entscheidung lassen wir also Gefühle zu. Doch wie stark fallen Gefühle bereits während der Informationsverarbeitung ins Gewicht, also lange bevor wir entscheiden?

Schließen wir kurz die Augen und erinnern uns zurück an unsere Schulzeit. Welche Bilder schießen uns dabei in unseren Kopf? Erinnern wir uns an den einen oder anderen Ulk, an den Wutanfall vom Lehrer, an Momente mit Freunden und Feinden oder haben wir Bilder des ersten Mals, als wir die binomischen Formeln an der Tafel gesehen haben, im Kopf? Ist Schulwissen nicht wichtiger als irgendein schlechter Witz eines Klassenkameraden? Doch unser Gehirn sortiert nicht unbedingt nach Wichtigkeit, sondern häufig nach emotionaler Relevanz. Ein gelungener Witz berührt uns eben emotional, schließlich bringt er uns zum Lachen, während trockene Information an unser Gehirn häufig die Information sendet – „langweilig, daher zu vernachlässigende Information!“

Entscheiden wir uns besonders effizient mit unserem Gedächtnis zusammenzuarbeiten, sollten wir unsere Gefühle auf jeden Fall mit einbinden. So können wir, wenn wir etwas lernen uns emotionale Eselsbrücken basteln. Die einfachste Variante ist natürlich, dass wir uns einfach sagen, dass das Gelernte wahnsinnig faszinierend ist und so produzieren wir Gefühle der Euphorie. Diese Euphorie wird dem Gehirn vermitteln, dass diese Information speichernswert ist.

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Schauen wir uns Leute an, die Experten auf ihrem jeweiligen Feld sind. Diese Leute sprudeln häufig vor Enthusiasmus für ihr Thema. Von dem begeisterten Professor können wir uns gerne eine Scheibe abschneiden. Oder wir verbinden die erlernenswerten Daten mit Momenten aus unserer emotionalen Trickkiste. Zum Beispiel können wir uns Zahlen häufig besser merken, wenn wir uns die Passagen raussuchen, die wir mit unserem Leben in Verbindung bringen. Manchmal finden wir Zahlen-Elemente aus einem Geburtstag. Nun verknüpfen wir diese Zahl mit dem Bild des Geburtstagskindes und schon ist die Zahl in unserem Kopf!

Wir sollten uns also dafür entscheiden unsere Gefühle ernst zu nehmen, schließlich sind sie nicht ohne Grund da. Über Millionen Jahre unserer Evolution existierten sie, um uns bei Entscheidungen und der Verwaltung wichtiger und unwichtigerer Informationen zu helfen. Hatte einer unserer Vorfahren eine ungenießbare Frucht zu sich genommen, dann erinnerte er sich sofort an die grausigen Bauchschmerzen, wenn er vor der Entscheidung stand, wieder so eine Frucht zu sich zu nehmen. Die Frucht und negative Gefühle sind so untrennbar in das Gehirn eingemeißelt worden.

Nun lasst uns das Wissen um unsere Emotionen nutzen, um weiteres Wissen in unser gehirn zu meißeln.

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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