Entschieden Helfen

with Keine Kommentare

In diesem Interview nimmt der Entscheiderexperte Peter Nickel zu dem Thema „Helfen“ Bezug.

 

Redaktion: Sehr geehrter Herr Nickel, das Thema „Helfen“ ist heute aktueller denn je. Was sollten wir beachten, wenn wir uns zum Helfen entscheiden?

Peter Nickel: Was zunächst wichtig ist, dass wenn wir uns einmal entschieden haben, die Alternativen vergessen. In diesem Fall heißt es, wenn wir uns zum Helfen entschieden haben, uns also ganz darauf konzentrieren sollten, wie wir am besten helfen. Wir sollten dann nicht länger Energie in Gedanken stecken, die sich darum drehen, ob Hilfe grundsätzlich angebracht ist. Dies frisst Energie und bringt uns vom eigentlichen Ziel ab. Es ist sinnlos seine Zeit und Energie in eine halbherzig vollbrachte Tätigkeit zu stecken.

Redaktion: Viele werden aber auch sagen, dass wir gerade, wenn es um Hilfe geht, uns überlegen müssen, ob es sinnvolle Hilfe ist.

Peter Nickel: Natürlich können wir uns fragen, ob die eine oder andere Aktion mehr Sinn ergibt.

Wovon ich spreche, ist dass Menschen grundsätzlich Hilfe in Frage stellen. Sie gehen dann sehr verkopft heran und denken sich, dass es alles zu viel kostet oder, dass der Schaden größer als der Nutzen ist. Wenn wir uns einmal dafür entschieden haben Gutes zu tun, dann werden wir merken, dass es immer einen Nutzen für uns gibt. Ich spreche hier von dem Gesetz der Anziehung: Wer Gutes gibt, bekommt auch Gutes. Das ist einfach so! Das heißt dadurch, dass wir Anderen helfen, geht es uns selber auch besser.

Redaktion: Wieso stehen so Viele dem Gedanken zu helfen ablehnend gegenüber, wenn doch alle am Ende von Hilfe profitieren?

Peter Nickel: Erstens hat sich das Gesetz der Anziehung noch nicht überall rumgesprochen und zweitens braucht es auch manchmal eine Art Initialzündung, um Menschen zum Helfen zu mobilisieren. Wenn wir uns überlegen, was Martin Luther King mit seiner „I have a Dream“ –Rede damals bewirkte, dann können wir verstehen, wie der richtige Gedanke, Menschen zu großen Taten mobilisieren kann, wenn er richtig transportiert wird. Sie müssen sich vorstellen, als Martin Luther King damals in den 60er Jahren seine Rede hielt, durften Menschen je nach Hautfarbe nicht dieselben Toiletten benutzen und heute ist Barak Obama Präsident der Vereinigten Staaten. Was für ein Sprung!

Peter-Nickel-2

Redaktion: Brauchen wir heute eine neue Initialzündung?

Peter Nickel: Jeder einzelne von uns kann positive Energie durch gute Aktionen freisetzen. Er inspiriert andere und je mehr Menschen inspiriert werden, desto automatischer werden gute Taten vollbracht. Wir Menschen sind nun mal Rudeltiere und können einander zu Gutem und zu Schlechtem inspirieren. Lasst uns dafür sorgen, dass es etwas Gutes ist.

Gemeinschaft ist jedenfalls ein entscheidender Faktor. Schließlich gilt geteiltes Leid ist halbes Leid und gemeinsamer Mut ist doppelter Mut.

Redaktion: Es gibt eben auch Leute, die sich dazu anstacheln, sich dem Helfen zu widersetzen.

Peter Nickel: Diese Menschen reichen nicht die helfende Hand, sondern zeigen lieber mit dem Finger auf Andere und bezeichnen sie als Problem. Diese Menschen sollten  sich die Frage stellen, ob sie selber lieber eine helfende Hand gereicht bekommen oder lieber nur als Problem wahrgenommen werden wollen.

Wenn wir uns überlegen, was wir schon alle gemeinsam durch Solidarität geschafft haben, dann sollte es uns zu neuen guten Taten inspirieren. Zum Beispiel haben wir doch die deutsche Wiedervereinigung gut hinbekommen. Darauf sollten wir uns besinnen, wenn wir das nächste Mal sagen, es ist alles nicht möglich.

Redaktion: Herr Nickel, vielen Dank für das Interview

Peter Nickel
Verfolgen Peter Nickel:

Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
Letzte Einträge von