Gemeinsamkeit durch gemeinsame Aktionen?

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Es gibt diese besonderen Momente, die uns entspannen lassen, während wir ganz einfach die Zeit vergessen. Am wertvollsten sind jene Momente, die wir mit Anderen teilen. Mit diesen anderen Menschen empfinden wir ein Gefühl der Verbundenheit, während dieser Phase und wir schließen daraus, dass wir uns im Grunde ähnlich sein müssen. Doch ist dies wirklich der Fall? Für wen sollten wir uns entscheiden, wenn wir eine gute Zeit haben wollen?

Gemeinsame Aktivitäten lassen Menschen zusammenwachsen. Dieses Phänomen ist allgemein bekannt. Deswegen gibt es auch diverse Teambuilding  Maßnahmen, wie die für Manager, die sie veranlassen gemeinsam einen Wipfel zu besteigen oder gemeinsam mit bunten  Farbkugeln aufeinander zu schießen.

Die gemeinsame Tätigkeit sorgt für witzige Anekdoten und schließlich sitzen sich Leute gegenüber und denken sich: „Mit dieser Person verbringe ich gerne Zeit, schließlich haben wir so viel gemeinsam. Immerhin schießen wir beiden gerne mit bunten Kugeln aufeinander.“  Doch nicht alleine die Tätigkeit steht im Vordergrund, sondern die Gefühle die gemeinsam generiert werden. Die Gefühle sind das wahre Verbindungsstück. Unternehmen wir mit jemand eine Reise oder eine lustige Aktion, der diese nicht mit uns genießt, dann haben wir keine nette Begleitung, sondern ein Problem. Ehen sind schon an diesem Problem gescheitert. Es kann zwei Menschen geben, die laut Fragebogen genau die gleichen Interessen haben, aber sie erzeugen dabei ein unterschiedliches emotionales Feedback. Die eine Person wandert gerne, weil sie sich über die schöne Landschaft freut. Die andere Person hält Wandern für ein nötiges Übel, um Gewicht zu verlieren.

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Dann wiederum können wir mit jemand eine tolle Zeit haben, die nicht einmal ein Fragebogen ausfüllen kann – unserem Hund. Wenn wir ehrlich sind, sind wir in vielen Dingen recht unterschiedlich zu unserem Hund, immerhin gehören wir zu zwei verschiedenen Arten. Wir gehören noch nicht einmal zur gleichen biologischen Ordnung. Wir sind Primaten und unser Hund ist ein Raubtier, doch auch wenn wir in einigen Dingen so unterschiedlich sind wie zum Beispiel in unserem Verdauungstrakt, unserem Skelett, unserer Gehirnmasse und vielem mehr,  sind wir in der Lage zur selben Zeit eine gemeinsame gute Zeit zu verbringen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass wenn ein Hund von einer Person gestreichelt wird, bei beiden gleichzeitig der Oxytocin-Spiegel in die Höhe steigt. Dieses Hormon ist als Bindungshormon bekannt und sorgt dafür, dass wir uns dem Gegenüber wohl gesonnen fühlen oder gar nah. Deshalb können wir festhalten, dass wir nicht die Person als Partner in unseren täglichen Abenteuern suchen sollten, die auf einem Fragebogen dieselben Interessen ankreuzt, sondern die Person mit einem ähnlichen emotionalen Rüstzeug.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.