Warum wir uns so gerne für eine heimische Atmosphäre entscheiden

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Für viele von uns ist die Basis eines produktiven und erfüllten Lebens ein gemütliches zu Hause, das wir nutzen, um gestärkt ausschwärmen zu können, so dass wir den Herausforderungen des Lebens gerecht werden können. Könnten wir dem Vorgesetzten oder so manch einem Kollegen gegenüber ein dickes Fell beibehalten, wenn zu Hause keine geliebte Couch auf uns warten würde? Daher entscheiden sich viele von uns dafür Kraft und Energie in ihr zu Hause zu stecken, um es für sich attraktiv zu gestalten. Doch welche Faktoren sind für uns relevant, um dem zu Hause das Gütesiegel „Oase“ zu verleihen?

Der Verhaltensforscher Desmond Morris beschrieb den Menschen als territoriales Lebewesen, das durch visuelle Reize sein Reich markiert. Was des Hundes Urinspritzer am Busch sind unsere Poster und Bilder an der Wand. Ja, selbst bei Orten, die wir nicht wirklich als unser zu Hause deklarieren, die wir aber in Anspruch nehmen, können wir oft nicht dem Drang widerstehen, es uns heimisch zu machen – Bilder an den Bürowänden mit Sprüchen, die unseren Humor wiederspiegeln, selbst Kühlschränke markieren wir häufig.

Ist dieses Verhalten nun einfach ein Trieb, dem wir schlicht nachgeben? Wo bleibt dann unsere Entscheidungskraft? Die Wahrheit ist, dass wir mit einer Menge Trieben ausgestattet sind und wir geben ihnen mal mehr und mal weniger nach. Häufig entscheiden wir uns gegen das Ausleben eines Triebes. Zum Beispiel geben wir nicht ständig unserem Fortpflanzungstrieb nach, schließlich gibt es gesellschaftliche Normen dessen Einhaltung uns wichtiger ist als dieser spezifische Trieb. Würden wir ständig unseren Trieben nachgeben, wären wir wohl ein unkontrollierbarer Triebtäter.

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Nun entscheiden sich viele von uns diesem Häuslichkeitstrieb nachzugeben, weil wir festgestellt haben, dass die richtige Umgebung unter Umständen eine Wirkung auf unsere Psyche hat, die wir als kraftspendend empfinden. Weiterhin müssen wir uns dafür entscheiden, nach welchen Kriterien wir unser zu Hause angenehmer gestalten wollen. Beispielsweise gibt es Ansätze, die das gewohnte Reich über die klassisch visuellen Reize hinaus, harmonisieren lassen soll.

In der daoistischen Harmonielehre gibt es das Feng Shui, das durch die Gestaltung der Wohn- und Lebensräume eine Harmonisierung von Mensch und Umgebung anstrebt. Bei dieser chinesischen Lehre geht es um positive Energien, die es freizusetzen und für sich zu nutzen gilt.

Ob nun Feng Shui oder bunte Smileys am Kühlschrank, im Grunde geht es darum, uns ein positives Umfeld zu schaffen, welches wir nutzen, um uns bestärkt in den Alltag zu schmeißen.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.