Wer entscheidet über Schönheit?

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Viele unserer Entscheidungen treffen wir auf ästhetischer Basis. Wir wissen Schönheit zu schätzen, also umgeben wir uns gerne mit ihr. Je schöner, desto besser. Doch die Suche nach Schönheit kann in uns hässliche Gedanken hervorrufen. Neid und permanente Unzufriedenheit können die Folge sein. Doch woher kommen diese Gefühle? Hat unsere Definition von Schönheit vielleicht etwas mit diesen negativen Gefühlen zu tun? Und wenn die Antwort „Ja“ lautet, können wir uns dann für eine andere Schönheit entscheiden?

Häufig ruft die Bewertung von Schönheit bei uns Unzufriedenheit aus, da die jeweilige Bewertung auf Besitz und Vergleich beruht.

Viele von uns finden Strände schön und schnell haben wir uns in das rhythmische Wellenspiel verliebt. Doch dann bekommen wir eine WhatsApp-Nachricht eines Kollegen, der gerade seine Zeit an einem karibischen Strand verbringt, mit türkisblauem Wasser. Schlagartig wird uns dann bewusst, dass wir uns gerade an einem Kiesstrand befinden und das Wasser nicht so aussieht wie man es von gängigen Postkartenmotiven kennt und schon stufen wir unsere gegenwärtige Situation um einige Punkte in unserer Ästhetik-Skala herab und sind schon ein wenig unzufriedener. Es liegt ganz einfach in der Natur der Sache, dass wir immer wieder vergleichen, damit wir es nicht einfach schön haben, sondern am schönsten! Wollen wir wirklich in eine Situation eintauchen und die Schönheit in ihrer ursprünglichen Wucht erleben, dann sollten wir uns gegen diese Vergleicherei entscheiden. Etwas Wettbewerb ist gut, um uns zu motivieren, doch wenn es um persönliche Wertschätzung geht, dann sollten wir uns gegen Wettbewerb entscheiden, um Schönheit und inneren Frieden in Einklang zu bekommen.

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Gerade im Zeitalter der Medien kann der Gedanke von vergleichender Schönheit Gift sein. Schließlich werden wir täglich von einem Tsunami an Traumbildern überflutet, die wir nur schwer in unsere Lebenswirklichkeit übernehmen können. Besonders stark zeigt sich dies bei der Partnerwahl. Im Kino, Fernsehen und Internet gibt es all unsere Traumpartner, die uns nie widersprechen und auch nie stinken. Nun dürfen wir eben nicht unseren Partner aus Fleisch und Blut, der gerade im Bett neben uns schnarcht mit Johnny Depp oder Angelina Jolie in ihren schillernsten Rollen vergleichen.

Wir sollten uns dafür entscheiden, das zu unserem Schönheitsideal zu erklären, was für uns persönlich schön ist und somit auch gut ist. Lasst uns nicht von Hollywood und unserem WhatsApp-süchtigen Kollegen diktieren, was wir als schön zu empfinden haben.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.