Die Herausforderung beim Multitasking

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Wieso nervt uns auf einmal das Radio, wenn wir uns in eine enge Parklücke winden wollen und was passiert  mit uns, wenn wir es dennoch laufen lassen?

Im Allgemeinen kennen wir die zwei Schritte der Entscheidung. Erst entscheiden wir uns und dann versuchen wir die Entscheidung in die Tat umzusetzen. Bei der Umsetzung versuchen wir natürlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die einem Gelingen möglichst entgegenkommen. Schließlich gibt es genügend Entscheidungen, die wir nicht durchsetzen, da uns zwischendrin die Puste ausgeht – ein Paradebeispiel ist das Abnehmen oder wir wollen dauerhaft freundlicher zum Partner sein. Ein anderer Grund des Scheiterns ist, dass uns die Anforderung einfach überfordert. Dies kann auch bei kleinen schnellen Alltagsentscheidungen der Fall sein. Zum Beispiel fahren wir Auto und versuchen uns dafür zu entscheiden, wo wir parken wollen. „Lieber nicht diese Lücke, die sieht mir doch zu eng aus …“

Was machen wir, wenn wir uns dann doch der Herausforderung stellen? Wir stellen Gespräche ein und stellen das Radio leiser, so dass wir nur für das Einparken da sind. Doch warum? Das Einparken bedarf einer größeren Portion unseres räumlichen Vorstellungsvermögen und auch verschiedene Bewegungsabläufe müssen koordiniert werden, umso herausfordernder ist dies, wenn wir rückwärtsfahren. Sobald unsere Aufmerksamkeit für eine Tätigkeit gebraucht wird, werden weitere Tätigkeiten zu einer Multitasking-Herausforderung. Multitasking kann hierbei bereits Einparken und dem Radio lauschen sein.

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Die Wissenschaftler Jason Watson und David Strayer wollten sich näher mit diesem Phänomen auseinandersetzen und fertigten in London eine Studie zu genau diesem Thema an. Das Resultat war ernüchternd! Zunächst wurden die Fahrfähigkeiten der Teilnehmer unter normalen Umständen geprüft, um zu ermitteln wo sie in ihren Fahrkünsten stehen und ob eine Verbesserung oder Verschlechterung eintritt. Dann sollten sie sich einfache Wörter merken und ebenso einfache Mathematikaufgaben lösen. Jede Aufgabe für sich war sehr leicht zu bewerkstelligen, aber in der Kombination zeigte sich wie sehr das Multitasking unser Feind sein kann: 97 % der Teilnehmer wiesen auf einmal gravierende Fahrfehler auf!

Nun haben aber fleißige Neurowissenschaftler festgestellt, dass durch Gehirntraining die Multitasking-Fähigkeiten gesteigert werden können. Nun bevor sie sich aber mit Gehirnjogging-Literatur eindecken, sei aber gesagt, dass Multitasking – egal wie fit wir sind – beim Fahren reduziert werden sollte. Also immer schön das Handy beim Fahren in der Tasche lassen!

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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