Fußball oder Spielfilm?

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Wir alle kennen das Problem, welches schon so manch eine Beziehung ins Schwanken brachte.

Sich auf das richtige Fernsehprogramm einigen! Früher, als der  Fernseher noch als einzelnes Möbelstück das Wohnzimmer schmückte, war der Konflikt vorprogrammiert. Schauen wir nun Kanal 1 oder 2? Schmerzhaft mussten so manche Paare, Familien oder WGs feststellen, dass sie einen grundverschiedenen Geschmack haben. Auf einmal wurde einem bewusst mit was für einer Person man seine Räumlichkeiten teilte. Obwohl wir uns heutzutage mit eigenem Fernseher oder iPad zurückziehen können, halten doch einige von uns gerne an der Tradition des gemeinsamen Fernsehschauens als Gruppenerlebnis fest. Nun gilt es sich nur noch zu einigen.

Betrachten wir beispielsweise einen Champions League-Abend. FC Bayern gegen Atlético Madrid! Nun spalten sich die Meinungen natürlich im Nachhinein, ob es denn für die Fernsehzuschauer ein Pflichttermin war. Die einen sagen sich, dass Spiele von diesem Kaliber natürlich ihre volle Aufmerksamkeit verlangen, andere ärgern sich eventuell doch zu sehr, dass  Bayern ausgeschieden ist, andere freuen sich wiederum über die Tore Bayerns, auch wenn es nicht für ein Weiterkommen gereicht hat und wieder andere werden einfach nur jubeln, dass die Bayern ein wenig gestutzt wurden.  Eine komplexe Materie. Da werden sich andere sagen, warum nicht einfach einen guten Spielfilm anschauen? Am besten einer von dem man weiß, dass er gut ist.

Da es nun mal Champions-League Abend und ohnehin ein Dienstag war, wurde jetzt nicht die größte Armada an Blockbustern als Alternative aufgestellt. So konnten wir uns zum Beispiel die Legende des Zorro anschauen. Statt Bälle fliegen Degen und irgendwie haben wir bei Zorro das Gefühl, dass es hier um eine höhere Gerechtigkeit geht, während beim Fußball so manch ein Spielausgang so unglaublich unfair erscheint. Der Schiedsrichter hätte niemals … !!

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Außerdem werden manche hinzufügen, dass Zorro einen in die Welt Kaliforniens zu Beginn des 19. Jahrhunderts entführt und somit den Horizont erweitert. Filme entführen einen in andere Welten. Mal reisen wir in eine andere Epoche, mal lernen wir, dass andere Menschen auch Liebesprobleme haben und mal lernen wir was es zu tun gilt, wenn Dinosaurier auf einer Insel Amok laufen.

Wobei dann wieder die Freunde der Champions League entgegnen würden, dass die Welt des Zorros eine rein fiktive Welt sei und man so mit keinen harten Fakten versorgt wird.  Doch Fußball ist ein reales Ereignis. Alles was dort passiert ist Fakt! Und diese Fakten dienen dem strategischen Denken.

Doch was ist auf der anderen Seite mit der Kunst? Wir brauchen doch die Fiktion, um uns künstlerisch zu entfalten.

Wie würden Sie entscheiden? Fußball oder Spielfilm?

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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