Muttertag: Das richtige Geschenk

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Schenken und beschenkt werden lassen den Alltag feierlich erscheinen. Wichtig ist dabei allerdings, dass der Akt des Gebens keine Einbahnstraße ist, denn sonst ist es schnell vorbei mit der Feierlichkeit. Schließlich geben wir gerne, aber wir nehmen auch gerne. So kann sich schnell bei einem das Gefühl einschleichen ausgenutzt zu werden. Doch das Zurückschenken ist nur das eine Kapitel, das richtige Geschenk ist das andere Kapitel. Wie entscheiden wir uns also für das richtige Geschenk?

Bei üblichen Transaktionen geschenklicher Natur sind die Spielregeln überschaubar. Nach dem Prinzip der Reziprozität wird einem in einem ähnlichen Maße zurückgeschenkt, wie man Aufmerksamkeiten erhalten hat. Spendierst du mir ein Bier, spendiere ich dir ein Bier. Dies klappt sowohl in der Kneipe als auch bei Geburtstagen oder Alltagsaufmerksamkeiten in einer Beziehung. Doch wie verhält es sich beim Muttertag? Schließlich gibt es kein Tochter- oder Sohntag an dem man sich orientieren könnte.

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Oder haben wir bereits unabhängig von irgendeinem Feiertag bereits ein Geschenk von unserer Mutter erhalten an dem wir uns orientieren können? War das Geschenk, welches wir von unserer Mutter erhalten haben am Ende das Leben selbst? Wenn dies der Fall ist, dann sollte unser Geschenk doch den Wert unseres Lebens wiederspiegeln: Nun, je nach Selbstwertgefühl können wir uns nun an diesem Gedanken abarbeiten. Mögen wir nicht so sehr, was wir morgens im Spiegel sehen, dann können wir unserer Mutter ein paar Frühkartoffeln schenken.

Schweben wir gleich eines Donald Trumps in anderen Sphären, wenn es um unser Selbstbild geht, dann müssten wir schon mindestens eine mittelgroße Südseeinsel verschenken – das könnte das Budget des einen oder anderen sprengen. Vielleicht sollten wir uns der Thematik allgemeiner nähern und uns fragen wie viel ein Mensch allgemein wert ist. Nun wird jeder Menschenrechtler aufschrecken und empört von sich geben, dass man den Wert eines Menschen unmöglich messen kann.

So bleibt uns nichts anderes übrig als den Gedanken der Reziprozität nicht so eng zu fassen und uns zu sagen, dass es beim gesamten Akt des Schenkens um den emotionalen Wert geht.

Also lasst uns etwas mit Herz geben –holt alte Fotos aus der Schublade und bastelt etwas Persönliches! Und sollte es wieder nur ein neutraler Gutschein sein, dann lasst uns diesen wenigstens herzlich überreichen.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.