Durch Belohnungen entschieden motivieren?

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Wenn wir einmal eine Entscheidung gefällt haben, sollte im zweiten Schritt das Ausführen der Entscheidung folgen. Je nach Entscheidung fällt es uns allerdings unterschiedlich schwer diese auch in die Tat umzusetzen. Das Zauberwort hierbei lautet Motivation.  Doch wie sieht es mit der Motivation aus, wenn wir andere zum Handeln bewegen möchten? Welche Methoden greifen hier, um zu motivieren?

Das Umsetzen der eigenen Entscheidung ist, wenn es um das Thema Motivation geht, eine ganz andere Angelegenheit als jemand anderen zu überzeugen eine Entscheidung umzusetzen. Schließlich wissen wir selbst ganz genau, weshalb wir eine bestimmte Handlung ausführen wollen. Demnach ist in diesem Fall die Motivation schon zu einem gewissen Grad gratis mit dabei. Es mag sein, dass bei der einen oder anderen Entscheidung die Motivation nicht ganz ausreicht, um die Entscheidung vollends auszuführen. Paradebeispiele: Abnehmen, das Rauchen einstellen, mehr Sport treiben… In der Regel versuchen wir solche Entscheidungen umzusetzen und scheitern dann im Alltag. Während es doch ganz anders aussieht, wenn wir für jemand anderen entscheiden, dass er endlich mal abnehmen soll. Dann merken wir ganz schnell, ob er oder sie unsere Entscheidung für sinnig hält.

Welche Form der Motivation können wir also bedienen, um jemand zum richtigen Handeln zu motivieren?

Zum einen gibt es die intrinsische Motivation: Diese Form der Motivation findet ihren Ursprung im inneren des Menschen. Die jeweilige Handlung dient also einem Selbstzweck und ist nicht lediglich Mittel zum Zweck.

Zum anderen gibt es die extrinsische Motivation: Eine Handlung wird nur deswegen durchgeführt, da man sich eine Belohnung erhofft oder versucht einer Bestrafung zu entgehen. Die Handlung selbst hat ohne eine externe Bewertung keinen Sinn für den Handelnden.

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Nun welcher Form der Motivation sollen wir uns bei Schülern bedienen, die es mit ihrer schulischen Karriere nicht ganz ernst nehmen?

Eine Meta-Analyse, die schulische Leistungen in Bezug auf Belohnungssysteme untersuchte, zeigte, dass Schüler, die für entsprechende Leistungen belohnt werden, also dessen extrinsische Motive gestärkt werden, auch zunehmend auf dem Feld der intrinsischen Motivation abbauen. Das heißt sie konzentrieren sich zunehmend darauf belohnt zu werden und Strafen aus dem Weg zu gehen, so dass die Liebe zum gelehrten Inhalt zunehmend auf der Strecke bleibt.

Belohnungen sind zwar ein adäquates Mittel, um zu motivieren, doch wir sollten sparsam mit ihnen umgehen. Natürlich dürfen wir uns gerne selbst belohnen, um uns durch den Tag zu bringen, aber wenn wir jemand dauerhaft für beispielsweise Geschichte begeistern wollen, dann sagen wir ihm nicht, dass er eine tolle Pizza bekommt, wenn er eine gute Note bei der nächsten Prüfung abliefert, sondern wir überzeugen ihn davon wie faszinierend die Französische Revolution war. Dann wäre, wenn überhaupt, eine Belohnung, ein faszinierendes Geschichtsbuch oder ein Museeumsbesuch…

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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