Nur die Fakten: Die Hochzeit

with Keine Kommentare

Eine Hochzeit mit dem richtigen Partner ist für viele von uns ein erstrebenswertes Ziel. Für Mitglieder des weiblichen Geschlechts gilt dies meist im Allgemeinen, während sich bei Männern der Gedanke an diesen speziellen Tag oft erst einschleicht, wenn sie meinen, die Richtige an sich binden zu müssen. Nun ist der Wunsch zu heiraten, einer, der in der Regel besonders stark durch Emotionen motiviert ist. Jetzt stellen wir uns einfach mal der Entscheidung ohne Gefühlsduselei und bewerten mal ganz nüchtern nur die Fakten. Würden wir uns dann noch immer für eine Hochzeit entscheiden?

Laut einer Online-Studie, die auf dem Portal ResearchNow im Jahre 2013 durchgeführt wurde, belaufen sich die durchschnittlichen Kosten einer deutschen Hochzeit im Schnitt auf 8 272 Euro. Nun, das ist schon ein Sümmchen. Andererseits sind diese Kosten größtenteils freiwilliger Natur. Wer will kann sich auch nur auf die Gebühren des Standesamtes konzentrieren. Schließlich müssen wir ja nicht jedermann für viel Geld einladen, sondern Freunde und Verwandte können sich auch durch ein gut geschnittenes YouTube-Video der Zeremonie nahe fühlen.
Nun sollten wir uns noch überlegen, wie stabil dieses Eheprojekt ist, wenn wir bereit sein wollen, uns diesem zu widmen. Ist es ein eher kurzfristiges oder langfristiges Projekt? Was bedeutet die Dauer für uns? Wie es so oft heißt, wird etwas mehr als jede dritte Ehe geschieden. Aber immerhin entsprangen die in Deutschland eingereichten Scheidungen im Schnitt Ehen, die bereits seit 14 Jahren und zwei Monaten bestanden. Nun können wir ausrechnen wie viel Geld wir steuerlich während dieser 14 Jahre sparen, wenn wir die Steuervorteile eines verheirateten Paares nutzen. Von diesen Einnahmen ziehen wir dann die Kosten für Eheschließung und Scheidung ab und schon haben wir den Gewinn ermittelt!

wedding-dress-905044_1920

Gewinnbringend kann es auch für den Mann sein, wenn er eine Frau aus einem Kulturkreis heiratet, in welchem es üblich ist, eine Mitgift mitzuliefern. Das heißt die Eltern der Braut sorgen durch Geschenke für einen guten Start ins neue Eheglück. Allerdings besteht die Mitgift häufig aus Haushaltsgütern – vielleicht nicht der ganz große Reibach.

Aber warum immer nur nach dem Geld schauen? Wie sieht es denn mit der Gesundheit aus?

Laut einer Studie, die in der Zeitschrift „Social Science and Medicine“ veröffentlicht wurde und von Wissenschaftlern der Universität Basel, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und der in Nürnberg ansässigen Gesellschaft für Konsumforschung durchgeführt wurde, haben verheiratete Menschen durchschnittlich einen etwas höheren Body Mass Index (BMI), wenn man sie einem in anderer Hinsicht vergleichbarem Single gegenüberstellt. Das heißt das Eheglück sorgt in der Regel für ein paar extra Pfunde. Die eine oder andere Speckrolle mehr scheint sich aber nicht besonders negativ auf die Gesundheit auszuwirken. Schließlich veröffentlichte die Altersforscherin Ilene Siefer aus North Carolina im Jahr 2013 ihre Studie beruhend auf Langzeitdaten von 5000 ehemaligen College-Absolventen und -Absolventinnen. Demnach scheinen die speckigeren Eheleute im Schnitt etwas länger zu leben als ihre drahtigeren Single-Kollegen.

Es gibt also viele Fakten zu berücksichtigen – steuerliche Vorteile, erhöhter Body Mass Index …

Wie würden Sie also entscheiden?

Alexander Knaack
Verfolgen Alexander Knaack:

Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.