Die große Entscheidung: Clinton oder Trump?

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Es hat sich inzwischen herauskristallisiert, zwischen welchen Kandidaten sich die amerikanischen Wähler entscheiden dürfen, wenn es darum geht, das Weiße Haus neu zu besetzen.

Trump oder Clinton?

 

Gerade bei den Republikanern war im Vorwahlkampf zunächst überhaupt nicht klar, wer denn nun von deren Partei zum Bewerber für den Präsidentschaftsposten nominiert wird. Schließlich boten sich zunächst 17 Kandidaten an und überfüllten somit die Plattform, so dass die Fernsehdebatten in zwei Gruppen und somit zwei Ausstrahlungen gesplittet werden mussten – die Sendung gespickt mit den laut Umfrage aussichtsreichen Kandidaten lief zur besten Sendezeit und dann gab es noch die Ausstrahlung mit den Schlusslichtern. Trump zählte zwar nie zu den Schlusslichtern, also den 1%-Kandidaten, doch wurde er von den politischen Analysten zu Beginn auch nicht sonderlich ernst genommen. Schließlich lautete der allgemeine Tenor, es sei eine Form des Protests, dass Wähler in Umfragen dem Kandidaten Trump ihre Stimme geben. Würde es nämlich im Verlauf der Vorwahlen erst mal ernst werden, würden sie sich wieder ganz schnell von ihm abwenden, um einem Politprofi Unterstützung zu zusichern. So wie es beispielsweise bei dem Kandidat Herman Cain während der letzten Präsidentschaftswahlen 2012 der Fall war. Er hatte sich als CEO von Godfather’s Pizza ähnlich wie Trump das nötige Taschengeld in der freien Wirtschaft verdient und konnte damit auch bei dem auf Wirtschaft fokussierten Wähler punkten. Doch so schnell die Blase Cain wuchs, so schnell zerplatzte sie beim ersten Skandal. Damals ging es um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Trump hingegen häuft einen mittelgroßen Skandal nach dem anderen an und es scheint ihm nicht im Geringsten zu schaden. Auch der an ihn gerichtete Vorwurf sexueller Belästigung und sonstige Sexismusvorwürfe kratzen nicht an seinen Werten, ganz so als sei er aus Teflon.

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Gelten also bei diesem Wahlkampf andere Regeln? Ist der Volkszorn gegen Berufspolitiker bereits so groß, dass Trump als Außeneinsteiger gegen seine Mitstreiter einfach nicht verlieren konnte? Laut Umfragen reicht jedenfalls der allgemeine Politverdruss noch nicht dazu, seine Gegnerin Hillary Clinton zu schlagen. Bei jeder Umfrage hinkt er ein paar Prozentpunkte hinterher, wobei dies für Europäer befremdlich klingen mag. Schließlich gilt Trump gerade für Beobachter aus dem Ausland als lauter, unberechenbarer Egomane ohne jede Erfahrung im Politikbetrieb, der eher durch Twitter-Kriege und einer Reality-Sendung auffällt als durch Gesetzesentwürfe und so einer hinkt lediglich ein paar Prozentpunkte hinter Hillarys Clinton her? Nun ist die konservative Presse auch gegenüber Hillary Clinton, die durch ihre Erfahrung als First-Lady, Senatorin und Außenministerin als Gegenentwurf zu Trump gilt, nicht gerade zimperlich. Ständig werden die immer gleichen Skandale neu diskutiert – sie hat während ihrer Zeit als Außenministerin arbeitsrelevante Emails von einem privaten Server verschickt und hat sie bei der Attacke auf die Botschaft in Benghazi zu spät reagiert?

Werden es nun diese Vorwürfe sein, die Hillarys Einzug in das Weiße Haus gefährden oder einfach nur die Tatsache, dass sie auf den Gebieten der Innen- und Außenpolitik reichlich qualifiziert ist und somit zum verhassten Establishment gehört?

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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