Falsche Entscheidungsanreize bei den großen Banken?

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Viele unserer Entscheidungen sind dadurch motiviert eine allgemeine Lebensverbesserung einzuleiten. Wir haben das Gefühl ein Loch im Magen zu haben und schon entscheiden wir uns für eine Pizza – das Loch ist gestopft und uns geht es besser, eine lebensverbesserungsfördernde Maßnahme wurde eingeleitet! Als allgemeine Lebensverbesserung gilt auch ein monetärer Zuwachs bezüglich der eigenen Finanzen – mehr Geld heißt weniger Sorgen und mehr Freiheit sich zu entfalten. Geld setzt also Anreize. Müssen wir also darauf schauen an welcher Stelle wir Geld verdienen und ob somit die richtigen Anreize gesetzt werden?

Wenn es um Anreize in Bezug auf Geld geht, fällt uns sofort die Finanzindustrie ein. Hier geht es primär um die Anreicherung von Geld. Das kann natürlich auch positive Seiten für die Gesellschaft haben, schließlich ist es so möglich Kredite an Menschen zu vergeben, die sich dann wiederum etwas aufbauen und das ist die Triebfeder einer gesunden Wirtschaft an der möglichst viele Menschen teilnehmen.

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Doch es ist auch kein Geheimnis, dass die Entscheidungslenker in großen Finanzinstituten auch selbst viel Geld verdienen können. Da die Position von Managern in großen Geldhäusern von überschaubarer Dauer ist, gilt es während einem doch kürzeren Zeitraum Entscheidungen zu treffen, die eine Geldmaximierung mit sich ziehen und somit entsprechende Boni ermöglichen. Nun tritt in der Regel ein entsprechendes Korrektiv in Kraft, so dass wenn ein Manager durch Maximierungsgier zu viele Risiken eingeht, er durch wirtschaftlichen Misserfolg bestraft wird. Das ist ein kapitalistisches Grundprinzip: Schlechte Geschäfte weichen guten Geschäften. Jetzt gibt es aber das Problem, dass viele Banken als zu groß gelten, um sie wirtschaftlich abstürzen zu lassen. Sie gelten als systemimmanent und somit wird ein kapitalistisches Korrektiv außer Kraft gesetzt. Als 2008 eine weltweite Finanzkrise ins Rollen kam, beantragten viele Banken Hilfe des Staates, um deren Pleite abzuwenden. Nun hat sich eine Situation ergeben in der Pleiten auf den Steuerzahler abgewälzt wurden und somit sozialisiert wurden, während Gewinne privatisiert wurden. Solch eine Politik senkt die Risikoscheu der einzelnen Akteure.

Um gute Entscheidungen auf dem Finanzsektor zu gewährleisten, müssen beide Stellschrauben stimmen – gute Entscheidungen werden belohnt und schlechte werden bestraft.

Verfolgen Peter Nickel:

Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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