Gegen die Ablenkung von Smartphones entscheiden

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Als das Handy unseren Alltag eroberte, hatte das nicht nur zur Folge, dass die Welt für uns ein wenig bequemer wurde, sondern der Straßenverkehr wurde auch um einen weiteren Risikofaktor „bereichert“. Schließlich  kann  ständige Erreichbarkeit auch ständige Ablenkung bedeuten. Mit den Smartphones ist das Ablenkungspotential weiter gestiegen. Um diese Geräte und deren Vorzüge genießen zu können, ohne dabei zusätzliche Risiken in Kauf zu nehmen, sollten wir uns für einen bewussten Umgang entscheiden.

Der Risikoforscher Gerd Gigerenzer fordert digitale Risikokompetenz ein, um einen sicheren Umgang mit Smartphones zu ermöglichen. Denn es ist schon schockierend zu welchen Fehleinschätzungen es kommt, wenn einige von uns vor der Entscheidung stehen, entweder den Verkehr als aufmerksamer Teilnehmer im Blick zu behalten oder doch noch kurz mal die letzte Nachricht zu begutachten. Der rationale Verstand sagt einem, dass natürlich der Verkehr höchste Priorität genießen sollte, schließlich geht es im Gegensatz zum Verkehr bei WhatsApp in der Regel nicht um Leben und Tod. Außerdem laufen Nachrichten aus unserem sozialen Umfeld in der Regel auch nicht weg. So können wir uns mit ganzem mentalem Einsatz unserem Chat widmen, wenn wir erst mal das Fahrzeug verlassen haben.

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Dass wir unsere Prioritäten dennoch so katastrophal durcheinander bringen, liegt zum einen an der Routine, die wir beim Autofahren entwickeln. Schließlich heißt Routine für Viele schnell Langeweile, was wiederum nach Abwechslung verlangt. Zum anderen kommt bei einigen Smartphone-Nutzern noch ein gewisser Suchtfaktor hinzu.

Bei der Wahl der Bekämpfung von Langeweile beim Fahren ist jedenfalls Obacht geboten, schließlich haben Studien ergeben, dass das Lauschen vom Radio kaum zur Vernachlässigung der Aufmerksamkeit führt, während die Reaktionszeit eines 20-Jährigen, der gerade mit seinem Handy spricht, sich auf die eines 70-Jährigen verlangsamt. Das gilt für Handys und Freisprechanlagen gleichermaßen.

Und heute gibt es noch Apps wie Pokemon Go, die schon jetzt nach kürzester Zeit seit Einführung des Spieles für Unfälle gesorgt hat. Und daraus sollten wir lernen, dass Autofahren und das Jagen von digitalen Monstern einfach zwei nicht zu vereinende Tätigkeiten sind.

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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