Warum entscheiden sich Menschen für den Terror?

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Leider ist es wieder so weit und Menschen starren geschockt auf den Bildschirm, können kaum fassen, was sie in den Nachrichten hören und stellen sich die einfache Frage: „Warum?“

Warum entscheiden sich Menschen für den Terrorismus.

In der letzten Zeit wird Frankreich zunehmend zum terroristischen Austragungsort. Viele stellen die Frage, wie es ein kann, dass Menschen, die lange in unserer Gesellschaft leben, einfach irgendwann beschließen, dass ihre Loyalität dem Islamischen Staat oder anderen terroristischen Organisationen gehören. Sich also Menschen, die  tausende Kilometer entfernt leben, verpflichtet fühlen, während sie nur Hass für Menschen empfinden von denen sie täglich umgeben sind.

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Ein Erklärungsversuch ist, dass Menschen aus Verzweiflung zu Terroristen werden. Sind also die Missstände in den Banlieues, also die benachteiligten Randgebiete Frankreichs der Grund für all diesen Hass? Das ist sicherlich mit ein Faktor. Doch man muss nicht arm sein, um Terrorist zu werden, schließlich entsprang Osama bin Laden einem äußerst reichen saudischen Clan und dennoch beschloss er, dass er statt in Saus und Braus zu leben, lieber von den Höhlen Afghanistans aus Menschen in den Tod schickt. Und nicht nur ihm ging es wirtschaftlich gut, auch diejenigen, die seinen psychopathischen Plan am 11. September umsetzten, taten dies nicht aufgrund auswegloser Lebensumstände, schließlich waren die Mitglieder der Hamburger Zelle Studenten, mit teilweise interessanten Karriereoptionen und durchaus guten Noten. Trotzdem entschieden sie sich, dass die beste Weise ihrem Leben einen Nutzen zu verleihen, sich und andere Menschen mittels eines gekaperten Flugzeuges in den Tod zu reißen, war. Auch die Attentäter der Anschläge des 07.07. in London, als die Bus und Bahn Anschlagsziel war, wurde von Menschen verübt, die der Mittelschicht angehörten. Ein Londoner, der als Jihadi John traurige Berühmtheit erreichte, entschied sich gegen eine IT-Karriere und für ein Leben in Kriegsgebieten – alles im Namen des Islamischen Staates.

Die Wahrheit ist jedenfalls, dass es Menschen sind, die offensichtlich Probleme haben in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Stattdessen entscheiden sie sich dafür Werkzeug für die größere Sache zu sein. Was die größere Sache ist, bestimmen nicht sie selbst, sondern Hass-Prediger, die eine einfache Ideologie liefern, die aufteilt in: Freund und Feind. Wenn man weiß auf welcher Seite man steht, ergibt sich alles wie von alleine. Eine einfache Ideologie, die uns allen das Leben schwer macht.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.