Ziele belohnen uns.

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Ziele treiben uns an, Ziele geben uns Richtung. Das wiederum motiviert uns morgens aufzustehen. Das schwungvolle Starten in den Tag ist schließlich für viele von uns essentiell, damit wir uns gebraucht fühlen und unser Leben langfristig positiv bewerten. Ziele machen uns also glücklich.

Um unserem Leben ein motivierenden Rahmen zu verleihen, könnten wir auch davon sprechen, dass ein Visionär im Allgemeinen zufriedener durchs Leben geht als jemand der keinen Zweck in seinem täglichen Handeln sieht.

Doch woran liegt das eigentlich?

Neurowissenschaftler fanden heraus, dass beim Erleben oder Herausfinden neuer positiver Dinge, unser Gehirn durch den Neurotransmitter Dopamin stimuliert wird. Dieser Neurotransmitter kommt dann zum Einsatz, wenn wir durch Begeisterung motiviert werden.

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Die Neurowissenschaftlerin Kelly Lambert beschreibt in ihrem Buch „The Lab Rat Chronicles“, dass wenn Ratten gelernt haben, dass das Drücken eines Hebels im Gegenzug eine Leckerei gibt, im Gehirn des Nagers Dopamin ausgeschüttet wird. So weit so gut. Doch das Interessante ist nun, dass der Glücksrausch nicht in dem Moment die Ratte überkommt, wenn sie schließlich genussvoll in die Belohnung beißt, sondern wenn sie bereits den Hebel bedient – Vorfreude ist schließlich die schönste Freude. Das Wissen darüber, dass die Arbeit der Ratte gleich, in Form einer Leckerei, Früchte tragen wird, ist der wahre Rausch! Diese simple Erkenntnis erklärt auch weshalb es Menschen gibt, die nachdem sie schließlich ihr Ziel erreicht haben, in ein Loch fallen. Normalerweise sollten sie einfach glücklich sein, dass sie nun zu den Erfolgreichen gehören – in vielen Fällen sind solche Leute auch noch finanziell abgesichert, sie haben also auch keine Sorgen mehr. Und trotzdem sind sie traurig – denn wann soll ihr Gehirn noch Dopamin ausschütten, wenn sie keinen Hebel mehr drücken?

Der Komiker Jerry Seinfeld warnte davor, dass wenn wir erst mal reich sind, uns ganz schnell überstimulieren können. Wir gönnen uns einfach alles! Haben wir uns aber alles gegönnt, gibt es in der Zukunft nichts mehr auf das wir uns freuen können. Uns fallen keine freudigen neuen Momente ein, die wir kreieren können, um uns einen kleinen Dopaminrausch zu gönnen.

Entscheiden wir uns also für ein Leben mit Visionen und kleinen Etappenzielen, damit wir stimuliert bleiben und auch morgen motiviert aufstehen.

Alexander Knaack
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Alexander Knaack ist für die Medienagentur Peter Nickel im Bereich Online-Marketing tätig. Weiterhin bringt er sich redaktionell in Form von aktuellen Beiträgen im Blog TippsTrendsNews ein.