Speisekarte – die Qual der Wahl

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Wer kennt nicht die Situation? Wir sitzen im Restaurant und grübeln darüber, was wir am besten bestellen sollen. Dabei klappern wir die gesamte Speisekarte ab, geplagt von dem Gefühl, wir könnten das falsche Gericht bestellen. Wie können wir uns also zu schnelleren Entscheidungen im Lokal durchringen?

Die treibende Motivation die Speisekarte eingehend zu studieren, ist, wenn auch Neugier meist eine gewisse Rolle spielt, doch vor allem die Sorge vor einem gefloppten Abend. Dabei wird der jeweilige Erfolg des Dinners gerade in unseren Breiten oft mit der richtigen Wahl der Speise verbunden, während es in Kulturkreisen, die besonders familienorientiert sind, primär um den geselligen Aspekt geht, so dass die Entscheidungsqual umschifft werden kann, indem einfach alle am Tisch das Gleiche essen. Diese Sitte würde hierzulande als Angriff auf unsere Individualität interpretiert werden. Müssen wir also, um unserer charakterlichen Eigenarten sicher zu sein, die Menükarte eingehend studieren? Nein, es gibt Vorgehensweisen, die uns diese Entscheidung leichter fallen lässt, so dass wir dann entspannter die abendliche Atmosphäre in uns aufnehmen können.

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Zunächst müssen wir uns darüber im Klaren sein, was wir wollen. Nähern wir uns der Situation im Sinne eines Maximierers, das heißt wir wollen das Maximum rausholen, dann ist unser erklärtes Ziel, dass wir auch das für uns beste Gericht auswählen. Dies hat dann allerdings zur Konsequenz, dass wir uns eben den Gedanken gefallen lassen müssen, dass wir nicht die richtige Entscheidung getroffen haben und das andere Gericht doch passender wäre…

Gehen wir aber in den Abend und halten uns das Satisficing-Prinzip vor Augen, heißt es, dass es unser Ziel ist, ein Gericht zu finden, welches unsere Bedürfnisse befriedigt. Haben wir so eine Mahlzeit gefunden, können wir unser Ziel mental als erreicht verbuchen, klappen die Karte zusammen und verbannen jeden Gedanken nach Entscheidungen bezüglich Nahrungsmittel für diesen Abend aus unserem Kopf und freuen uns ganz einfach auf das Gericht. Wir entscheiden uns am besten gleich zu Beginn für eine Kategorie, die uns am ehesten Befriedigung verschafft – zum Beispiel Pizza, dann ignorieren wir ganz konsequent die Auflistung von Pastagerichten und gehen einfach nur die Pizzagerichte durch, solange bis wir die passende Pizza gefunden haben und schon sind wir fertig! Guten Appetit.

Verfolgen Peter Nickel:

Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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