Training für ein glückliches Gehirn

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Viele von uns kennen das Gefühl mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein. Wir fühlen uns einfach nicht so recht und reagieren besonders sensibel auf Störungen jeglicher Art.  Im Allgemeinen wird dieser Tag dann als „nicht unser Tag“ klassifiziert, so dass die Hoffnung auf Besserung auf den morgigen Tag verschoben werden kann. Ganz so als seien wir unseren Gefühlen ausgeliefert. Dazu verdammt zu sein Opfer unserer emotionalen Regungen zu sein.

Aber ist es wirklich so? Können wir nicht selbst innerhalb eines vernünftigen Rahmens entscheiden, wie wir uns fühlen?

Wir alle versuchen Momente, die bei uns positive Emotionen wie Freude und Begeisterung wecken zu maximieren und Situationen mit dem gegenteiligen Ergebnis zu minimieren. Das hat zur Folge, dass unsere Existenz zu einem wesentlichen Teil von dem Streben nach Glück bestimmt wird. Wichtig ist nun zu realisieren, dass es bei der Jagd nach unserem Glück vor allem darauf ankommt, wie wir das Erlebte verarbeiten und es weniger darum geht, was wir letzten Endes erleben. Dabei fällt es einigen von uns einfacher Freude zu empfinden als anderen. Schließlich haben Forscher schon bei Neugeborenen unterschiedlich starke Aktivitäten im linken Stirnhirn registriert, was auf unterschiedliche Gemütszustände schließen lässt. Da gibt es eben diejenigen, denen es von grundauf schwer fällt die positiven Dinge des Lebens zu erkennen und zu wertschätzen, während andere beschwingt durchs Leben gehen.

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Frohnaturen wird oft Glück im Leben nachgesagt, jedoch filtern und bewerten sie zu meist ihren Alltag einfach anders als der Griesgram nebenan. Während das Gemüt des einen durch den Anblick eines Eichhörnchens erheitert wird, hat vielleicht ein Manager einen Millionen-Deal an Land geholt und findet trotzdessen keine innere Ruhe und schon gar keine Freude. Getrieben durch den nächsten Deal kann er das Erreichte nicht wertschätzen. Das Problem dabei ist, dass wir Glücksmomente zur Regeneration brauchen. Menschen, die wenig Glück empfinden neigen eher dazu auszubrennen und gehören eher zu gesundheitlichen Risikogruppen. Beispielsweise ergab eine britische Studie an der 20 000 Menschen teilnahmen, dass depressive Menschen einem dreimal so hohen Herzinfarktrisiko ausgesetzt sind als emotional ausgeglichene Menschen. Nun gibt es aber eine gute Nachricht! Unser Gehirn ist ein flexibles Organ, was wir bei der Anhäufung von Wissen und Fähigkeiten durchaus zu schätzen wissen. Gefühle werden genauso in unserem Gehirn produziert wie die Fähigkeit italienisch zu sprechen. Wir können also unserem Gehirn neue Sprachen beibringen und genauso können wir unserem Gehirn neue Gefühlsmuster antrainieren. Da im Gehirn der Sitz unserer Wahrnehmung und unseres Bewusstseins ist, können wir also mit einigen Methoden uns zu einem anderen Menschen machen.

Das Schlüsselwort hierzu lautet: Neuronale Plastizität! Es bedeutet, dass sich das Gehirn durch seinen Gebrauch eigenständig optimiert! Wenn wir also häufiger an positive Dinge denken, dann werden im Gehirn auch die neuronalen Bahnen gestärkt, welche glückliche Gedanken ermöglichen. Je häufiger wir dies tun, desto leichter fällt es uns also aktiv freudige Momente zu generieren! Gehen sie beispielsweise nicht einfach nach Hause und zappen lustlos durch die Kanäle, sonder entscheiden Sie sich bewusst für eine ansprechende Sendung. Am besten entscheiden Sie sich schon bevor Sie heimkommen, so dass Sie Vorfreude entwickeln können und dann schauen Sie diese eine Sendung ganz bewusst und erzeugen dabei das Gefühl, sich was zu gönnen – ja, Sie belohnen sich! Mit ein bisschen Übung kommen schließlich die freudigen Momente wie von allein. Wobei auch bedacht werden sollte, dass unser Gehirn nicht dafür ausgerichtet ist, Freude im Dauerrausch zu erleben. Schaffen Sie sich also Inseln der Zufriedenheit!

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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