Was können wir gegen Demenz machen?

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Wer wir morgen sein werden, wird durch unsere heutigen Entscheidungen bestimmt.

Diese Erkenntnis zeigt sich besonders deutlich in Gesundheitsfragen. Dabei geht es nicht nur um die körperliche, sondern auch um die geistige Kondition. Wollen wir im höheren Alter noch geistesgegenwärtig unsere Umwelt wahrnehmen und bei klarem Verstand mit ihr interagieren, dann gibt es Verhaltensregeln für die wir uns heute schon entscheiden sollten. Das Faszinierende dabei ist, dass wir Demenzerkrankungen bei unserem Streben nach langer mentaler Vitalität nicht als unvermeidbaren Schicksalsschlag akzeptieren müssen.

 

Schlaf für das bessere Gedächtnis

Die medizinische Forschung bestätigt, was viele von uns schon subjektiv festgestellt haben. Schlaf ist gut für unser Gehirn! Wir alle kennen das Gefühl, wenn wir auf Schlafentzug sind und dadurch immer vergesslicher durch den Alltag taumeln. Diese Erkenntnis haben sich auch bereits Verhörspezialisten zunutze gemacht, indem sie  mittels Schlafmangel die mentale Stärke des zu Befragenden ins Wanken bringen und so deren Willen brechen.

Kurzfristig ist Schlaf jedenfalls bedeutend, um die täglichen Informationen ins Langzeitgedächtnis zu meißeln.

Laut des US-Forschers Matthew Walker nimmt die Erinnerungsleistung sogar um ganze 40% bei entsprechendem Schlafmangel ab! Besonders beunruhigend ist eine Studie der Temple University bei der Mäuse über einen  Zeitraum von 8 Wochen unter Schlafentzug gesetzt wurden. Das Resultat war alarmierend. Die Mäuse hatten im Gegensatz zur Kontrollgruppe eine erhöhte Anzahl an Tau-Proteinen. Die gleichen Proteine sind in Gehirnen von Alzheimer Patienten zu finden. Der Grund  dafür liegt daran, dass während der Schlafphase das Gehirn entgiftet wird und bei zu kurzen Schlafperioden kann der Job einfach nicht hinreichend erledigt werden. Daher sollten wir unseren Schlaf nicht auf die leichte Schulter nehmen!

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Eine gesunde Ernährung für einen fitten Kopf

Untersuchungen der Universität Los Angeles, die an Ratten durchgeführt wurde und den Zusammenhang zwischen geistiger Leistungsfähigkeit und Zuckerkonsum näher beleuchten sollte, kam zu dem Ergebnis, dass die Leistungen bei mehr Zuckerspeisen durchaus fielen. Das hängt  mit dem durch den stärkeren Zuckerkonsum gesenkten Insulinspiegel zusammen. Insulin ist wichtig, um Verbindungen zwischen den Gehirnzellen zu erstellen. Unterstrichen wird das Ganze durch eine Studie durchgeführt von der US-amerikanischen Versicherung Kaiser Permanente, welche nach 40 Jahre langer Beobachtung zum Schluss kam, dass Leute, die in jüngeren Jahren unter Übergewicht litten, später einem dreimal höheren Demenzrisiko ausgesetzt waren. Daher gilt: Ihr Gehirn wird sich für eine gesunde Ernährung bedanken.

 

Training sorgt für langfristige Ergebnisse

Da wir Leistungsmaschinen sind, die ungern unnötige Energie verfeuern, werden ungenutzte Areale gerne abgebaut. Dies gilt nicht nur für Muskeln, sondern auch für neuronale Verbindungen! So müssen wir für einen sportlichen Körper trainieren und das Gleiche gilt auch für das Gehirn.

Also auch mal die eine oder andere Knobelaufgabe lösen oder auch im höheren Alter neue Dinge wie Fremdsprachen oder Instrumente lernen lohnt sich. Ihr Gehirn wird davon profitieren!

 

 

 

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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