Entscheiden wir uns für den richtigen Ton

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Jeder mag in der Regel freundliche Worte. Eine Aussage, die wir jeden Tag in unserem Alltag bestätigt sehen. Wir sagen etwas Nettes und schon fast automatisch wird uns ein Lächeln entgegengebracht. Diese Form der Interaktion scheint uns Menschen rund um den Globus eigen zu sein. Doch entfalten freundliche Worte nur bei Menschen ihre magische Wirkung oder haben wir es mit einem sogar noch universelleren Phänomen zu tun?

Nicht ohne Grund werden wir dazu angeregt unsere Worte mit Bedacht zu wählen, schließlich erzeugen Worte entsprechende emotionale Reaktionen. Doch nicht nur was wir sagen, spielt eine Rolle, sondern auch wie wir es sagen ist entscheidend. Und an keinem Beispiel können wir dies besser beobachten als bei unserer Interaktion mit unserem vierbeinigen Freund. Unser Fido hat ein Kommando richtig ausgeführt und schon gehen wir mit der Stimme hoch und sagen: „Brav, hast du fein gemacht…“  Woraufhin Fido mit einem aufmerksamen Schwanzwedeln anzeigt, dass er das Lob verstanden hat und gerne annimmt. Kaum jemand würde auf die Idee kommen seinem Hund in einem nüchternen Tonfall zu sagen: „Ich schätze die korrekte Ausführung dieses Kommandos.“ Nicht nur weil der Satz zu lang ist, sondern auch weil die emotionale Komponente dabei verloren geht. Tatsächlich haben ungarische Wissenschaftler festgestellt, dass diese zwei Komponenten vorhanden sein müssen, damit ein Lob beim Hund richtig einschlägt. Er muss das lobende Wort wiedererkennen und die Tonalität muss Freundlichkeit transportieren.

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Das Faszinierende ist nun, dass die Wissenschaftler nicht einfach die Schwanzwedelfrequenz des jeweiligen Hundes studiert haben, sondern sie haben in das Gehirn des Untersuchungsobjekt geschaut. Tatsächlich haben sie es geschafft den wedelnden Probanden entsprechend verkabelt in die Röhre eines Magnetresonanztomografen zu schicken. Hier fanden die Wissenschaftler erstaunliches heraus und zwar, dass bei Hunden die gleichen Hirnareale wie beim Menschen anspringen, wenn sie auf Sprache reagieren. Die linke Gehirnhälfte ist für das Erkennen von Worten zuständig, während die rechte Gehirnhälfte die Wortmelodie entziffert. Nur wenn beide Gehirnhälften ein positives Feedback geben, wird auch das Belohnungsdzentrum des Hundes angesprochen und er empfindet Glück. Daraus können wir lernen, dass tatsächlich die Musik den Inhalt macht und wir schon darauf achten sollten wie wir mit anderen kommunizieren. Schließlich fühlt sich jeder wohler, wenn er sich in einem emotional positiven Umfeld befindet. Entscheiden wir uns daher für eine freundliche Stimme, wenn wir eine freundliche Botschaft transportieren wollen und wir werden es von unserem Umfeld mit einem Lächeln oder einem Schwanzwedeln gedankt bekommen.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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