Wie gute Miene zum bösen Spiel im Burnout enden kann.

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Der Begriff Burnout ist heutzutage ein geläufiger Begriff. Er ist praktisch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir alle können dabei den Weg, der zu diesem „Ausbrennen“ führt, nachvollziehen. Schließlich kennen wir das Gefühl der Erschöpfung und vielen von uns ist auch das Gefühl der daraus resultierenden Resignation nicht unbekannt.

Besonders stark zeigt sich das Gefühl der Erschöpfung, welches letzten Endes im Burnout münden kann, wenn wir uns einer Doppelbelastung  konfrontiert sehen. Wir wollen bei der Arbeit funktionieren und zu Hause auch noch. Wir sitzen bei der Arbeit fest, vertrösten den Partner, dass es später wird und gerade, wenn wir denken, dass wir jetzt aber wirklich unsere Segel Richtung des sicheren Hafens setzen können, kommt noch ein Anruf oder eine Email reingetrudelt, dessen Dringlichkeit wir einfach nicht ignorieren dürfen, so dass wir doch noch sitzen bleiben. Der Partner zu Hause ist sauer, was wir bereits erahnen und uns wiederum selber wütend werden lässt, schließlich ist die Hoffnung auf einen harmonischen Abend somit geplatzt. Harmonie ist angesichts des inneren Erschöpfungsgrades allerdings das, was wir gerade besonders brauchen. „Bloß keine weiteren Probleme“ heißt jetzt die Devise. Denn aufgrund der Warnsignale unseres Körpers wissen wir, dass es uns schwer fallen würde noch mehr zu stemmen. Also liegt es an uns die Harmonie aufrechtzuerhalten, obwohl es in uns bereits brodelt! Wir wollen unseren Job behalten, also sind wir nett zum Chef, wir wollen unsere Beziehung beibehalten, also sind wir nett zum Partner – beides fällt uns schwer. Der Chef erkundigt sich also nach dem Stand von Projekt XY und mit einem Lächeln geben wir Rechenschaft darüber ab, obwohl wir innerlich bereits kochen. Wir kommen Heim und wir sehen uns mit dem Vorwurf konfrontiert uns nicht an Abmachungen zu halten und wieder müssen wir lächeln, obwohl die Wut inzwischen weiter angestiegen ist.

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Emotionale Dissonanz

Wir empfinden diese Scharade in der Regel als höchst anstrengend. Psychologen haben dafür auch inzwischen einen Begriff: Emotionale Dissonanz! Das bedeutet, dass die selbst empfundene Emotion nicht jene ist, die wir mit unserem Gesicht nach außen kommunizieren. Psychologen haben festgesellt, dass Angestellte die berufsbedingt ein hohes Maß an emotionaler Dissonanz durchleben auch besonders gestresst sind. Das heißt wir müssen solche Situationen vermeiden. Kleine emotionale Ventile für uns entdecken. Sport kann ein Ausgleich sein, um aufgestauten Stress loszuwerden. Auch haben Psychologen festgestellt, dass tatsächlich Gedächtnistraining in stressfreien Phasen hilft eine mentale Stärke während Stressphasen aufzubauen.

Nehmen Sie also Stress nicht dauerhaft auf die leichte Schulter, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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