Emotionskontrolle für bessere Entscheidungen

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Die Gedanken sind frei. Schließlich kann niemand kontrollieren, was wir denken. Das gibt uns das Gefühl von Unabhängigkeit, doch wie frei sind unsere Gedanken wirklich? Und wie wirkt sich das auf unsere Handlungen aus?

Wir gehen davon aus, dass unsere Gedanken frei sind. Doch wie oft haben wir uns mühevoll einen Vorsatz erarbeitet, indem wir uns immer wieder die gleiche Botschaft verinnerlicht haben. Zum Beispiel wollen wir mehr Sport treiben! Wir stehen also immer wieder vor dem Spiegel, betrachten uns selbst und kommen immer wieder zum Entschluss, dass die überflüssigen Pfunde runter müssen, so als wollten wir uns selbst konditionieren. Nun haben wir offensichtlich den Entschluss getroffen, dass wir unseren Alltag entsprechend unseres gesetzten Zieles umstellen wollen. Das heißt, es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass wir mehr Sport treiben und weniger Süß- und Fettkram zu uns nehmen. Doch aus unserem Alltag wissen wir, dass dem oft nicht so ist. Wir gehen fest entschlossen in den Supermarkt, um uns ein Satz Äpfel zu kaufen. Doch, wenn wir an den Chips vorbeilaufen, ploppt auf einmal ein störender Gedanke aus dem scheinbaren Nirgendwo auf. Wir haben uns sicherlich nicht dafür entschieden daran zu denken, wie genussvoll doch diese Chips sind und dennoch greifen wir zum Regal. Wir betrügen uns im Grunde selbst und die Grundlage des Betruges scheint nicht Teil einer bewussten Entscheidung zu sein. Alltagssituationen können bei uns immer wieder unerwartete Assoziationsketten lostreten und manchmal scheint es noch nicht einmal ein Anlass für unliebsame Gedanken zu geben.

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Daher sollte jedem von uns daran gelegen sein, dass wir unsere Gedanken und unsere Emotionen besser kontrollieren. Schließlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Menschen mit besserer Emotionskontrolle problemloser durchs Leben gehen. Die Emotionen hängen mit unseren unliebsamen Gedanken zusammen. Wir fühlen uns auf einmal hungrig und schon glauben wir, dass die paar Chips doch nicht soo ungesund sind. Die Selbstlüge beginnt also.

Durch stärkere emotionale Kontrolle halten wir Diäten durch, schieben unliebsame Arbeit nicht vor uns her und können einfach langfristiger planen, statt vor unserem kurzfristigen Belohnungszentrum zu kapitulieren. Doch wieso werfen wir oft unsere Vorsätze über Bord, wieso fällt es einigen von uns schwer unliebsame Emotionen und Gedanken zu ignorieren?

Nun mit allen mentalen Fähigkeiten ist es gleich. Ob es nun um Gedächtnisleistung geht oder um unsere Entscheidungsdisziplin, am Ende kommt es auf unsere mentale Fitness an. Das heißt der interne „Akku“ unseres Gehirns darf nicht allzu aufgebraucht sein. Das sind nämlich diese Momente, wenn wir anfangen schwach zu werden und dem inneren Schweinehund nachgeben. Daher lohnt es sich mentale Regenerationsphasen einzubauen, um langfristig gute Entscheidungen zu treffen. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf oder meditieren Sie. Suchen Sie sich Momente der Erholung und stellen Sie sicher, dass Sie diese erholsamen Momente regelmäßig in Ihrem Alltag abrufen. Dann wird Ihnen auch die emotionale Kontrolle besser gelingen und Sie werden bessere Entscheidungen für ein langfristiges Wohl treffen.

 

 

 

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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