Entscheiden wir uns gegen ein trauriges Gemüt während der kalten Jahreszeit.

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In dem Maße, in welchem die Tage zunehmend kürzer werden, ziehen sich auch viele Menschen vermehrt zurück und werden dabei von einem Gefühl der Bedrücktheit, einer winterlichen Melancholie, wenn nicht gar einer Herbstdepression begleitet. Doch müssen wir dieses Gefühl als Teil des jahreszeitlichen Wandels akzeptieren oder können wir uns dagegen entscheiden?

Unser Körper und Geist reagiert sensibel auf kleine Wechsel unserer Umwelt. Allein die Tatsache, dass sich die Tageszeit verkürzt, lässt den Hormonpegel in uns zum Kippen bringen. Der rationale Bereich unseres Gehirns sucht dann nach Erklärungen, wieso wir von einem Gefühl latenter Trauer heimgesucht werden und wir kommen dabei zu Entschlüssen wie  „Kälte stimmt mich traurig“ oder „schade, dass man nicht mehr so viel draußen machen kann“. Dabei sollten wir uns nicht allzu sehr mit den vordergründigen Gründen auseinandersetzen, weshalb wir eventuell traurig sein könnten, da wir sonst Gefahr laufen die negative Assoziation mit Winter und Herbst zu vertiefen, so dass wir schon bevor es herbstlich wird, uns an das negative Gefühl erinnern und schon wie auf Bestellung routiniert mit einer gewissen Trauer reagieren, bevor es eigentlich nötig wäre. So haben wir uns selbst auf negative Gefühle konditioniert – wie ein Hund, der bei der Strecke zum Tierarztes gar nicht anders kann, als Angst zu bekommen, da er sofort die Verbindung zu Spritzen hat. Stattdessen sollten wir Herbstdepressionen als Teil eines natürlichen Zyklus betrachten, so wie die Tatsache, dass sich viele Menschen zum Jahreszeitenwechsel erkälten. Was machen wir bei Erkältungen? Wir denken diese Schwächung nicht lange herbei, sondern wir stapfen in die Apotheke, um nach Besserung zu suchen. So sollten wir auch das Nachlassen der Produktion von Glückshormonen behandeln.

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Eine effektive Gegenmaßnahme ist sich länger hellem Licht auszusetzen. In skandinavischen Ländern, in welchen während den Wintermonaten die Sonne so gut wie nicht zu sehen ist, sind Lichtkuren nichts Ungewöhnliches. Dabei wird Besserung mittels einer speziellen Lampe mit weißem Licht ohne UV-Anteil erzeugt. Der Patient sieht in die Lichtquelle und bekommt so ein sommerliches Gefühl. Die Stärke von 10.000 Lux entspricht ungefähr der Helligkeit an einem sommerlichen Tag im Schatten. Die normale Zimmer-Beleuchtung ist mit rund 400 Lux deutlich geringer.

Wichtig ist auch, bewusst die Bewegung an der frischen Luft zu suchen. Bewegung steigert im Allgemeinen das Gefühl der Euphorie und  wenn wir uns draußen bewegen, können wir noch die letzten Sonnenstrahlen einheimsen.

Auch sollten wir die kalte Jahreszeiten mit positiven Dingen in Verbindung bringen. So sollten wir uns durch diese Zeit selbst belohnen. Wir sollten uns regelrecht darauf freuen, dass wieder bald die Zeit von Weihnachtsmärkten und Marzipan ist.

Lasst uns also dafür entscheiden jeder Jahrezeit das Beste abzugewinnen.

 

 

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

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