Entscheiden wir uns, alte ungeliebten Gewohnheiten loszulassen

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Oftmals realisieren wir den täglich wiederkehrenden Ablauf vieler, unter anderem auch ungewünschter Gewohnheiten nicht, weil wir auf bestimmte Situationen immer  mit der gleichen Reaktion antworten und diese als normale Handlung ansehen und nicht ansatzweise hinterfragen. Erlerntes wurde im Laufe des Lebens durch wiederholte Anwendungen zur Gewohnheit und ist tief in unserem Gehirn verwurzelt. Routine zieht in immer mehr Alltagshandlungen ein, ohne groß über die Abwicklung und Durchführung nachzudenken.

Aber sind wir wirklich in dieser Endlosschleife von Gewohnheiten gefangen, auf die wir weder Einfluss nehmen, noch irgendwie abschütteln und Negative durch positive Verhaltensweisen ersetzen können? Natürlich können wir aus diesem Kreislauf ausbrechen und den alten ungeliebten Gewohnheiten den Kampf ansagen. Doch wollen wir eine Veränderung unserer Gewohnheiten herbeiführen, so müssen wir verstehen, wie unser gewohnheitsmäßiges Handeln überhaupt funktioniert. In einem unserer Gehirnareale, dem sogenannten Basalganglien-Areal werden Gewohnheiten abgespeichert und fest verankert, so dass routinemäßige Handlungen instinktiv abgerufen werden, ohne  diese bewusst zu steuern. Jedoch ist dieser Bereich in unserem Gehirn dem bewussten Willen nur sehr schwer zugänglich, denn die Basalganglien übernehmen und lenken den Zugriff auf unsere Gewohnheiten. Sie sorgen für den planmäßigen Ablauf unseres gewohnten Handelns. Gewohnheiten werden durch Auslösereize angeregt, gelten jedoch nicht allein als Verursacher. Erschwerend hinzu kommt, dass wir mit jeder gewohnheitsmäßigen Handlung ein Verlangen stillen und uns somit belohnen.

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Der ungewollte, aber gewohnte Griff zur Zigarette insbesondere in Stresssituationen, verschafft uns trotz des Bewusstseins der Gesundheitsschädigung eine gewisse Entspannung. Gerade mit dem Wissen, dass nachteilige Angewohnheiten unser Belohnungszentrum stimulieren, werden wir erneut zum Wiederholungstäter. Wer hier den Kreislauf unterbrechen, Veränderungen herbeiführen und die Entscheidung für einen neuen Weg treffen will,  muss genau hier nach Ansätzen suchen. Wenn wir  lernen unsere schwer zugänglichen Basalganglien zu überlisten, indem wir alte Gewohnheiten durch neue überlagern, geben wir unserem Gehirn die richtige Richtung vor. Verknüpfen wir das neue Verhalten mit dem alten Auslöser und bewirken annähernd die gleiche Zufriedenheit, wird die alte gebräuchliche Art nach mehrmaligen Wiederholungen in den Basalganglien neu formatiert.  Wenn wir unser Ziel vor Augen haben und die Entscheidung treffen, alte Gewohnheiten abzuschütteln, dann gelten zusammenfassend ganz klare Regeln. Nach der Benennung des Fehlverhaltens muss der Auslöser zunächst identifiziert und dann bewusst wahrgenommen und an sich selbst beobachtet werden. Die Wahrnehmung an uns selbst sollten wir über einen längeren Zeitraum registrieren und ggf. sogar notieren. Nachdem wir nun den Impuls kennen, gilt es, die Verbindung zum Belohnungszentrum herzustellen , um das zu stillende Verlangen zu identifizieren. Der entscheidende Schritt, eine neue Gewohnheit für sich festzulegen, die ihre Ausführung auf einer anderen Art erfährt, aber im Ergebnis eine gleiche oder ähnliche Befriedigung liefert, wie die alte Gewohnheit, kann für viele von uns ein Neuanfang bedeuten. Die Überlagerung der neuen Gewohnheit  erzielt nur dann den nachhaltigen Effekt, wenn wir die neue Gewohnheit bewusst einüben und uns gegen die alten Handhabungen entscheiden.

Viel Erfolg beim Durchbrechen alter Muster.

Peter Nickel
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Entscheider, Unternehmer und Agenturinhaber, Gründer des Unternehmerformats „TippsTrendsNews“ auf N24, Topspeaker. Zudem ist er Chancengeber, Möglichmacher, Visionär und Antreiber.

Peter Nickel
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